KRIENS: Strasse ins Eigenthal bis Freitag gesperrt

Das Unwetter vom Montagabend bleibt nicht ohne Folgen: Die Hergiswaldstrasse bleibt noch bis mindestens Freitag gesperrt. Durch die Überschwemmung sind Schäden in der Höhe von mehreren Hunderttausend Franken entstanden.

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Die Strasse vom Hergiswald Richtung Obernau - hier gab es gemäss Leserreporterin Marlen Fässler am Montagabend 85 Liter Regen in rund zwei Stunden. (Bild: Leserreporterin Marlen Fässler)

Die Strasse vom Hergiswald Richtung Obernau - hier gab es gemäss Leserreporterin Marlen Fässler am Montagabend 85 Liter Regen in rund zwei Stunden. (Bild: Leserreporterin Marlen Fässler)

Überschwemmung beim Schulhaus Obernau. (Bild: Leserreporter Adi Blättler)
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Der Krienbach, ein kleines Bächlein, ist zu einem reissenden Bach angewachsen. (Bild: Leserreporter Elgahmi Hager)
Der Krienbach sucht sich seinen Weg durch Obernau. (Bild: Leserreporter Pascal Lustenberger)
Die Strasse vom Hergiswald Richtung Obernau - hier gab es gemäss Leserreporterin Marlen Fässler am Montagabend 85 Liter Regen in rund zwei Stunden. (Bild: Leserreporterin Marlen Fässler)
Die Wassermassen mit Blick Richtung Schulhaus Obernau. (Bild: Leserreporter Adi Blättler)
Die Feuerwehr Kriens pumpt Wasser aus dem Schulhaus. (Bild: René Meier / luzernerzeitung.ch)
Die Aula (Bild) sowie die Bibliothek des Schulhauses Obernau stehen unter Wasser. (Bild: René Meier / luzernerzeitung.ch)
Schlamm soweit das Auge reicht (Bild: René Meier / luzernerzeitung.ch)
Bild: Leserreporter Pascal Lustenberger
Die Strasse ins Eigenthal ist gesperrt. (Bild: René Meier / luzernerzeitung.ch)
Aufräumarbeiten an der Strasse in Eigenthal: Murgänge haben sie verschüttet. (Bild: René Meier / luzernerzeitung.ch)
Eine Umleitung ist via Malters eingerichtet. (Bild: René Meier / luzernerzeitung.ch)
Ein kleiner Bach richtet grossen Schaden im Eigenthal an. (Bild: Leserreporter Hansueli Keiser)
Bild: Leserreporter Pascal Lustenberger
Bild: Regiofussball.ch
Bild: Regiofussball.ch
Bild: Regiofussball.ch
Bild: Regiofussball.ch
Bild: Regiofussball.ch
Bild: Leserreporter Philipp Meier
Bild: Leserreporter Philipp Meier
Bild: Leserreporter Philipp Meier
Bild: Leserreporter Elgahmi Hager
Bild: Leserreporter Elgahmi Hager
Bild: Leserreporter Fabian Krütli
Bild: René Meier / luzernerzeitung.ch
Bild: René Meier / luzernerzeitung.ch
Bild: Leserbild Lorena Veit
Bild: Leserbild Lorena Veit
Bild: Leserbild Lorena Veit
Bild: Leserbild Lorena Veit
Bild: Leserbild Lorena Veit
Überschwemmung in Obernau am 14. Juli 2014 (Bild: Leserbild Pascal Lustenberger)
Überschwemmung in Obernau am 14. Juli 2014 (Bild: Leserbild Pascal Lustenberger)
Überschwemmung in Obernau am 14. Juli 2014 (Bild: Leserbild Pascal Lustenberger)
Überschwemmung in Obernau am 14. Juli 2014 (Bild: Leserbild Pascal Lustenberger)
Überschwemmung in Obernau am 14. Juli 2014 (Bild: Leserbild Pascal Lustenberger)
Bild: Leserbild Nicolas Zeidler
Bild: Leserbild Nicolas Zeidler
Bild: Leserbild Pascal Holdener
Bild: Leserbild Pascal Holdener
Bild: Leserbild Pascal Holdener
Bild: Leserbild Pascal Holdener
Bild: Leserbild Pascal Holdener
Die Folgen des starken Regenfalls in Obernau. (Bild: Leserreporter Christian Wicki)

Überschwemmung beim Schulhaus Obernau. (Bild: Leserreporter Adi Blättler)

Die Hergiswaldstrasse bleibt gemäss einer Mitteilung der Gemeinde Kriens bis mindestens Freitag unterbrochen. Mehrere Erdrutsche haben die Strasse zwischen Hergiswaldbrücke und Forsthof Stalden bei dem Unwetter von Montagabend verschüttet. Dieser Strassenabschnitt könne erst nach Abschluss der Aufräum- und Sicherungsarbeiten am Hang sowie einer Beurteilung der umliegenden Hänge durch Experten in Form von geologischen Untersuchungen freigegeben werden. Die Zufahrt zum Restaurant Hergiswald sowie zur Wallfahrtskirche Hergiswald ist jedoch via Malters – Holderchäppeli sichergestellt.

Böden im Schulhaus müssen ersetzt werden

Nach wie vor am Laufen sind die aufwändigen Aufräumarbeiten im Schulhaus Obernau, das von den Wassermassen in Mitleidenschaft gezogen wurde. Im Schulhaus werden in den sechs betroffenen Schulzimmern die Böden in den nächsten Wochen ersetzt, sodass die Zimmer bis zum Schulbeginn im August wieder normal zur Verfügung stehen. Auch in den restlichen, betroffenen Räumen (Turnhalle, Singsaal, Aula) müssen die Böden in den kommenden Wochen ersetzt werden.

In den weiteren betroffenen Gebieten konnten die Reinigungsarbeiten am Dienstag planmässig vorangetrieben werden, sodass Räume, Wege und Strassen wieder zur Verfügung standen. Am Mittwoch wurden zudem so weit wie möglich Bachläufe von Schwemmholz und Geröll gesäubert, um wieder eine normale Durchflusskapazität zu erreichen. In den kommenden Tagen wird nun die Wiederinstandstellung im Vordergrund stehen.

85 Liter Regen innert zwei Stunden

Das Unwetter hatte teils massive Schäden an Häusern, Strassen und Kulturland zur Folge. Diese werden jetzt durch Spezialisten geschätzt. Zusammen mit den Kosten für die Aufräumarbeiten sei von einer Schadensumme von mehreren Hunderttausend Franken auszugehen.

Ursache der massiven Schäden seien aber nicht die grossen Bäche im Dorfteil Obernau gewesen (Renggbach, Krienbach). Vielmehr seien die zahlreichen kleineren Bäche, die aus dem Krienser Hochwald in den Talkessel fliessen für den Schaden verantwortlich gewesen.

Das erstaune nicht, sorgte doch das Unwetter am Montag mit 85 Litern pro Quadratmeter dafür, dass in rund zwei Stunden die Hälfte jener Wassermenge vom Himmel fiel, die sonst im ganzen Monat Juli am Pilatus fallen.

Die normalerweise kleinen Bäche wie der Schlossbergbach, der Zopfibach oder der Schürhofbach brachen aufgrund der grossen Regenmengen aus dem Bachbett aus und sorgten für Verwüstungen. Dabei rissen diese kleinen Bäche Fallholz und teilweise massiv Geröll mit, was zu Verengungen und Stausituationen führte. Auch wo Bäche zusammenflossen, konnte das Wasser aufgrund der hohen Wasserstände nicht mehr wie gewohnt abfliessen und trat über die Ufer.

Schäden entstanden dort, wo Krienbach noch nicht saniert ist

Umso erstaunlicher ist es, dass bei dieser Intensität der Regenfälle nicht noch grössere Schäden entstanden. Die in den letzten Jahren realisierten Verbauungen am Renggbach, die Sanierungen am Krienbach inklusive Überwasser-Abfluss bei der Pulvermühle und auch die Bachsanierungen am Schloss- und Schlundbach im unteren Dorfteil haben ihre Wirkung gezeigt. Die Verbauungen hätten selbst so intensive Regenmengen mehr oder weniger zu fassen vermocht und weitaus grössere Schäden an Hab und Gut, letztlich aber auch an Menschenleben verhindert.

Die Probleme entstanden denn auch überall dort, wo der Krienbach noch nicht saniert ist - zum Beispiel auf der Höhe Stampfeli. Die Gemeinde Kriens werde die dort geplanten Arbeiten aufgrund des aktuellen Unwetters überprüfen und zeitnah umsetzen.

Bild: Christian Hodel
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Bild: Christian Hodel

pd/nop