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KRIENS: Theaterfrei hat sie nur im Juli

Samira Wicki versteht es, nahtlos in eine neue Rolle zu schlüpfen. Am Samstagabend hat sie Premiere in Kriens.
Die Schauspielerin Samira Wicki im Bühnenbild der neuen Produktion des Theaters Kriens. (Bild: Manuela Jans-Koch (Kriens, 2. November 2017))

Die Schauspielerin Samira Wicki im Bühnenbild der neuen Produktion des Theaters Kriens. (Bild: Manuela Jans-Koch (Kriens, 2. November 2017))

Wer schon einmal in einer Laientheater-Produktion mitgewirkt hat, weiss: Es sind intensive ­Monate des Probens, bis sich der Premierenvorhang hebt. Nach der letzten Aufführung ist man wehmütig, aber auch froh, einige Monate Pause bis zum nächsten Stück zu haben. Bei Samira Wicki (32), die heute Abend bei der Premiere des Theaters Kriens mitwirkt, ist es etwas anders. Seit 2001 spielt sie im Theater Kriens HTK mit, seit 2007 aber auch bei der Theatergruppe St. Karl.

Sie ist also quasi bi-theatralisch oder einfach angefressen von ihrem liebsten Hobby. «Ich habe in 22 Produktionen mitgemacht, war oft Ehefrau und Tochter, auch schon Bürgermeisterin und aktuell ein Zimmermädchen», erzählt sie. «Einmal spielte ich die Gattin und mein eigener Vater kurioserweise meinen Mann.» Sie begann beim Jugendtheater Kriens und ist dann bei den Erwachsenen reingerutscht.

Sie verliebte sich in ihren Theaterpartner

Vereinsmitglied im Theater St. Karl wurde sie, als der Krienser Regisseur Daniel Schwerzmann einst bei den St. Karl-Spielern die Regie übernahm und noch eine junge Frau suchte. «Ich sprang ein, und sie fanden, ich passe zu ihnen», sagt Samira ­Wicki. Das Team im St. Karl sei im Schnitt etwas älter, es seien auch mehr Mitglieder: «Und irgendwie sind alle miteinander verwandt, ich bin dort wohl die Einzige ohne Verwandtschaft.» Eine vielleicht zukünftige Verwandtschaft fand Samira Wicki dafür vor sieben Jahren im Theater Kriens. Sie verliebte sich in ihren Theaterpartner Hardy Studhalter, mit dem sie ein Liebespaar spielte und diese Rolle prompt nicht mehr aufgeben wollte.

Ansonsten muss die Horwerin aber jeweils nahtlos von einer Rolle zur nächsten wechseln: Im Herbst fangen die Proben zum neuen Stück im Theater St. Karl an, wenn in Kriens noch die Aufführungen laufen. «Nach der Derniere ist der Text bei mir wie gelöscht und ich bin offen für den neuen», sagt sie dazu. In ihrem Beruf als Biomedizinische Analytikerin sei sie analytisch gefragt, im Schauspiel kreativ. «So sind immer beide Hirnhälften im Einsatz», schwärmt Samira Wicki. Andere Hobbys haben aber auch noch Platz; sie singt gerne, bastelt und ist eine Fasnächtlerin. Und theaterfreie Zeit gibt’s doch noch: im Juli! Ab heute Abend heisst es aber Bühne frei als «Sonja» im amüsanten Dreiakter «Wellness mit Näbewürkige».

Yvonne Imbach

region@luzernerzeitungch

Hinweis

Neuer Schappe-Saal, Obernauerstrasse 1, Kriens (bei Busschlaufe). Premiere heute 20 Uhr. Weitere acht Aufführungen bis 24. November. Reservation:www.htk.choder Telefon 077 443 82 61.

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