KRIENS: «Thompson»-Konzert wird nochmal überdacht

Am Montagnachmittag haben sich Regierungsrätin Yvonne Schärli und der Krienser Gemeinderat Cyrill Wiget mit Afrim Baftiroski, Pächter des Clubs «Froschkönig», zum Gespräch getroffen.

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Afrim Baftiroski. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Afrim Baftiroski. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Der umstrittene Auftritt des Musikers Marko Petrovic alias «Thompson» war Thema des Gesprächs vom Montagnachmittag zwischen Regierungsrätin Yvonne Schärli, dem Krienser Gemeinderat Cyrill Wiget und dem Pächter des «Froschkönigs», Afrim Baftiroski. Es führte am Ende dazu, dass sich Konzertorganisator Baftiroski die Durchführung der Veranstaltung nochmals überlege, heisst es in einer Mitteilung der Staatskanzlei Luzern.

Er wird nächste Woche seinen Entscheid bekannt geben. In einer Mitteilung vom Dienstagabend lässt Baftiroski aber wissen, dass er genügend Gründe habe, an der Durchführung des Konzertes fest zu halten. Er sei sich aber der «Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und der Jugend bewusst» und werde daher «nochmals alle möglichen Optionen prüfen.»

Finanzielle Überlegungen
Der Auftritt hatte in der vergangenen Woche zu einer parlamentarischen Debatte sowohl im Kantonsrat als auch im Gemeinderat Kriens geführt. Regierungsrätin Schärli und Gemeinderat Wiget appellierten im Gespräch an die Veranstalter, das Konzert abzusagen. Denn Konzerte mit nationalistischem Inhalt seien im Kanton Luzern unerwünscht und würden dem friedlichen Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen schaden, heisst es weiter. Bisher sei immer erreicht worden, dass die Veranstalter von sich aus die Konzerte abgesagt hätten.

Gemäss Baftirosky wäre es jedoch für den Froschkönig das finanzielle Aus, wenn das Konzert nicht stattfinden könnte. «Dann muss ich dem Veranstalter 100'000 Franken Konventionalstrafe bezahlen», sagte er gegenüber «20 Minuten».

ana/scd