KRIENS: Überbauung kommt in Fahrt

Coop reicht das Gesuch für die Überbauung des ehemaligen Pilatusmarkt-Areals ein. Unklar ist, ob die grosse oder die kleine Variante gewählt wird.

Raphael Gutzwiller
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Für die Überbauung auf dem ehemaligen Pilatusmarkt-Areal gibt es eine grosse und eine kleine Variante. (Bild: Archiv Neue LZ)

Für die Überbauung auf dem ehemaligen Pilatusmarkt-Areal gibt es eine grosse und eine kleine Variante. (Bild: Archiv Neue LZ)

Raphael Gutzwiller

Seit der Krienser Pilatusmarkt 2006 vom Nidfeld in den Schlund umgezogen ist, liegt das Areal zwischen der Autobahn A 2 und der Nidfeldstrasse brach. Das 42 000 Quadratmeter grosse Areal gehört dem Detailhandelsriesen Coop. Dieser will zusammen mit der Investorin, der Losinger Marazzi AG, eine Arbeits- und Wohnüberbauung mit einem 60-Meter-Hochhaus realisieren. Die Rede ist von 300 Wohnungen und 1000 Arbeitsplätzen. Geplant sind zudem Einkaufsläden von Prodega und Howeg.

Nun liegen zwei Varianten für das Areal als Baugesuche bei der Gemeinde Kriens auf. Bauvorsteher Matthias Senn sagt: «Es handelt sich noch nicht um fertig ausgestaltete Projekte, sondern einzig um eine Grundlage für den Bebauungsplan und ein künftiges Konkurrenzverfahren.»

2017 soll Baustart erfolgen

Die Variante A (siehe Grafik) setzt auf vertikale Grünelemente an den Fassaden. Die zweite Variante B bindet das Gebäude der Prodega/Howeg durch eine Ummantelung mit Wohn- und Büronutzungen in den Gesamtzusammenhang ein. Mit einer Geschossfläche von 73 000 Quadratmetern ist die Variante A kleiner: Variante B plant mit einer Geschossfläche von 80 000 Quadratmetern. In einem Architekturwettbewerb wird entschieden, wie das Areal künftig aussehen soll. Dabei sitzen in der Jury unter anderem Vertreter der Gemeinde Kriens und des Beirats Städtebau Luzern Süd.

Anfang 2017 soll gemäss Matthias Senn der Baustart des Einkaufsgebäudes erfolgen, sofern keine Einsprachen gegen den Bebauungsplan eingehen. Frühestens 2018 könnten dann die übrigen Gebäuden folgen. Für die Gemeinde sei das Projekt von grosser Wichtigkeit, erklärt Senn. «Das Areal liegt seit zehn Jahren wortwörtlich brach. Es ist gut, dass nun wieder eine Nutzung auf das Areal kommt.»

Rund um das ehemalige Pilatusmarkt-Areal sind weitere grössere Bauprojekte geplant. So entsteht beim Mattenhof eine Grossüberbauung der Mobimo AG. Die Überbauung beinhaltet rund 300 Mietwohnungen, über 20 000 Quadratmeter Bürofläche, über 7000 Quadratmeter Ladenfläche und ein Hotel mit 155 Doppelzimmern. Bis Anfang 2019 sollen alle Gebäude bezugsbereit sein. Im Gebiet Schweighof entstehen bis zu 600 Mietwohnungen im mittleren Preissegment und ein Dienstleistungs- und Gewerbegebäude für bis zu 1500 Arbeitsplätze. Das Projekt soll rund 500 Millionen Franken kosten.

Pangas-Areal kommt voran

Ebenfalls voran kommt das ehemalige Pangas-Areal an der Horwerstrasse. Dort ist eine Wohnüberbauung mit insgesamt 60 Mietwohnungen geplant. Es wird mit Investitionskosten von 31 Millionen Franken gerechnet, 2018 soll der Bau der Helvetia Versicherung stehen. Die Architekten des Baus sind Iwan Bühler und Schärli Architekten.

Bild: Quelle: maps4news.com/Grafik: Janina Noser

Bild: Quelle: maps4news.com/Grafik: Janina Noser