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KRIENS: Überbauung, urban, sucht: Einen Manager, der waltet und schaltet

Die Vermietung der 129 Wohnungen im «Mattenhof» startet in diesen Tagen. Bauherrin Mobimo will nun eine Person einstellen, die das Areal managt und den Mietern mit Rat und Tat zur Seite steht.
Dachterrasse bei der Überbauung Mattenhof. (Bild: Visualisierung PD)

Dachterrasse bei der Überbauung Mattenhof. (Bild: Visualisierung PD)

Roman Hodel

roman.hodel@luzernerzeitung.ch

Ziemlich dicht, ziemlich hoch und dadurch ziemlich städtisch: So präsentiert sich die sogenannte Mikropole Mattenhof, die momentan beim gleichnamigen Krienser Bahnhof entsteht. In diesen Tagen beginnt die Vermarktung der 129 Mietwohnungen. «Wir haben schon 380 Interessenten, die sich vorgängig bei uns gemeldet hatten, angeschrieben und bereits acht Termine vereinbart», sagt Claudia Siegle, Projektleiterin bei der Bauherrin Mobimo. Bald folgen Inserate und Events, denn die Mikropole steht in Konkurrenz zu diversen anderen grossen Neubausiedlungen, die um Mieter buhlen – und die mit Leerständen kämpfen (Artikel vom 5. Mai).

«Es ist tatsächlich so, dass im Moment sehr viele Wohnungen auf den Markt kommen, die ein ähnliches Mietersegment ansprechen», sagt Siegle und ist trotzdem zuversichtlich, dass die «Mattenhof»-Wohnungen Anklang finden werden: «Wir bieten ein gutes Produkt zu einem für diesen Standort guten Preis.» 2,5 Zimmer kosten zwischen 1410 und 1940 Franken brutto, 3,5 Zimmer zwischen 1815 und 2790 Franken. Im Angebot sind unterschiedliche Grundrisse, Flächen, Materialisierungen und die Wohnungstypen tragen Namen wie «natural» oder «industrial». Als grosses Plus sieht Siegle die Verkehrsanbindung: Der S-Bahnhof und die Bushaltestelle liegen vor der Haustüre, die Velostrasse Freigleis in die Stadt ebenfalls und auch der Autobahnanschluss ist nicht weit weg.

Überbauung mit urbanem Zielpublikum

Im Unterschied zu anderen grossen Neubausiedlungen besteht die Mikropole zu einem guten Teil aus Büros, Gewerbe und Gastronomie. Sie versteht sich deshalb als Mittelpunkt des Gebiets Luzern-Süd. Ankermieter wie die Swisscom mit rund 400 Arbeitsplätzen, ein Holiday-Inn-Hotel und das Gesundheitszentrum des Luzerner Kantonsspitals ( Ausgabe vom 10. April ), aber auch Restaurants, ein Migros-Supermarkt und diverse Läden werden laut Siegle für Leben in der Mikropole sorgen. Weil dieses geschäftige Umfeld nicht jeden anspricht, hat die Mobimo vor allem Leute im Visier, die einen «starken Bezug zu einem städtischen Leben» haben. Das Gros der Wohnungen zählt 2,5 oder 3,5 Zimmer, nur wenige 4,5 Zimmer.

Siegle sagt zudem: «Wenn wir schon stadt-affine Menschen in die Agglo locken wollen, dann müssen wir ihnen auch etwas bieten.» Dazu gehört etwa ein Arealbüro, in dem der noch zu suchende Arealmanager oder die Arealmanagerin tätig sein wird. «Diese Person, wir nennen sie intern ‹Mister oder Misses Mattenhof›, wird den Bewohnern unter anderem mit Rat und Tat zur Seite stehen», sagt Siegle. Der Arealmanager sei aber kein Concierge, dem man alle möglichen Aufträge erteilen könne. «Denkbar ist beispielsweise, dass der Arealmanager Päckli von Onlinebestellungen der Bewohner entgegennimmt – oder dass er den einen oder anderen Event organisiert.»

Dachterrassen mit Outdoorküchen geplant

Letzteres vielleicht auf den beiden grossen Dachterrassen. Sie sind eine Besonderheit der Mikropole Mattenhof und stehen ausschliesslich den Bewohnern zur Verfügung. Geplant sind dort fest montierte Tische und Bänke, Outdoorküchen mit Grill und Spülbecken, weiter Pergolas sowie viel Grün und Holz. «Man darf nicht vergessen, wir bauen hier ein Stück Stadt – da herrscht im Erdgeschoss viel Betrieb in den Gassen und auf den Plätzen, dafür hat es wenig Grünflächen», sagt Siegle. «Die Dachterrassen bilden deshalb einen ruhigen Gegenpol, wo erst noch alle Bewohner von der coolen Aussicht profitieren können.» Die höhere der beiden Terrassen liegt auf der 15. Etage.

Auf jenen Dächern, die nicht als Terrasse dienen, werden Fotovoltaikanlagen installiert. Damit produziert die Mikropole Mattenhof den allgemeinen Strom für die Überbauung – beispielsweise für die Technik. Geheizt und gekühlt wird der ganze Komplex über Grundwasser- und Energiepfähle. Dass die Gebäude relativ nahe beieinanderstehen, stellt Siegle nicht in Abrede – es handle sich jedoch um eine übliche Dichte in einer Stadt: «Beim Mattenhof akzentuiert es sich im Moment dadurch, dass rundherum noch einige Grundstücke unbebaut oder nur mit niedrigen Häusern bebaut sind.»

Das wird sich mit der geplanten Pilatus-Arena nebenan mit zwei voraussichtlich bis zu 103 Meter hohen Wohntürmen ändern. Deren Baubeginn ist allerdings frühestens in zwei Jahren. Der Bezug der Mikropole Mattenhof hingegen beginnt in einem Jahr. Neben den Wohnungen sind aktuell noch diverse Büro- und Ladenflächen zu haben. Siegle macht sich keine Sorgen, sollte bis zum Start nicht alles vermietet sein: «Wir entwickeln einen neuen Stadtteil, da braucht alles seine Zeit.»

Hinweis: Weitere Infos zum Projekt finden Sie auf www.mattenhofluzern.ch

Livebilder aus dem Mattenhof

Blick auf das künftige Mattenhof-Areal in Kriens. (Bild: Visualisierung: PD)

Blick auf das künftige Mattenhof-Areal in Kriens. (Bild: Visualisierung: PD)

Blick auf das Mattenhof-Quartier. (Bild: Visualisierung: PD)

Blick auf das Mattenhof-Quartier. (Bild: Visualisierung: PD)

So stellen sich die Planer den Bahnhofsplatz im neuen Mattenhof-Quartier vor. (Bild: Visualisierung: PD)

So stellen sich die Planer den Bahnhofsplatz im neuen Mattenhof-Quartier vor. (Bild: Visualisierung: PD)

Das geplante Hotel im Mattenhof. (Bild: Visualisierung: PD)

Das geplante Hotel im Mattenhof. (Bild: Visualisierung: PD)

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