KRIENS: Umstrittenes Informatik-Projekt auf Kurs

Die IT-Zusammenarbeit der Gemeinde Kriens mit Emmen ist trotz Kritik gut angelaufen. Laut Gemeinderat Paul Winiker liegt das Projekt sowohl im Budget- als auch im Zeitrahmen. Jetzt muss das Parlament über eine definitive Zusammenarbeit entscheiden.

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Die Gemeinde Kriens hält an der IT-Zusammenarbeit mit Emmen fest. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Die Gemeinde Kriens hält an der IT-Zusammenarbeit mit Emmen fest. (Bild: Archiv/Neue LZ)

Die neue Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) der Gemeinde Kriens macht Fortschritte: Dank einem externen Projektleiter konnten inzwischen bereits über 70 Prozent der Massnahmen gut umgesetzt werden, wie die Gemeinde mitteilt. Darunter etwa die Glasfaser-Vernetzung, welche den einzelnen Standorten von Verwaltung, Schulen und Heimen untereinander kostengünstiges Telefonieren ermöglicht. Die restlichen 30 Prozent betreffen Aktualisierungen von Hard- und Software. Das ICT-Projekt soll laut Gemeinderat Paul Winiker bis Ende 2013 im vorgesehenen Budg etrahmen von 1,4 Millionen Franken abgeschlossen werden.

Im zeitlichen Verzug ist das Projekt hingegen bei der Umsetzung der endgültigen Zusammenarbeit, der Systemoptimierung und bei Aufbau der neuen Strukturen. Trotzdem liege es noch im Zeitplan.

Endgültige Zusammenarbeit mit Emmen regeln

Bei der Projektvergabe und dem Standort des Rechenzentrums setzte Kriens auf die Kooperation mit der Gemeinde Emmen. Dies weil in Emmen zum Zeitpunkt der Projektvergabe das bevorzugte Technologie-Modell schon weit entwickelt und praxiserprobt war. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Emmen soll nun abschliessend geregelt werden. Darum möchte Winiker die Fakten für den Entscheid im Einwohnerrat für eine gemeinsame Trägerschaft auf dem Tisch haben: Ein Beratungsunternehmen soll bis im Sommer Kooperationsmodelle und deren Konsequenzen aufzeigen. Interessant: Billigt das Parlament die Schaffung einer paritätischen Organisation nicht, würde der Auftrag national ausgeschrieben werden.

Umstritten war die IT-Zusammenarbeit mit der Gemeinde Emmen, weil die Projektvergabe für die Parteien zu undurchsichtig war.

pd/nop