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KRIENS: Unbekannte stehlen 100-Kilo-Statue

Die mannshohe Statue der Amok-Symphoniker ist mutwillig demontiert worden. Bis jetzt fehlt von der wertvollen Jubiläums-Figur jede Spur.
Yasmin Kunz
Der «Möcke» auf dem Kreisel bei der Krauerhalle. (Bild: PD)

Der «Möcke» auf dem Kreisel bei der Krauerhalle. (Bild: PD)

Yasmin Kunz

«Es tut echt weh, dass diese von Hand geschaffene Figur weggebrochen und gestohlen wurde», sagt Petra Büchli. Die Krienser Künstlerin hat die Statue zum 30-jährigen Bestehen der Amok-Symphoniker kreiert. Büchli, die über 200 Stunden am Denkmal gearbeitet hatte, ist tief betroffen von dieser Tat.

Auch Damian Surber, Sprecher der Guuggenmusig Amok-Symphoniker, ist entsetzt. «Das dämpft unsere Stimmung enorm.» Sie würden sich aber nicht unterkriegen lassen, sagt er.

Statue: Mehrere tausend Franken

Die mehrere tausend Franken teure Statue, die den Namen «Möcke» trägt, wurde von Sponsoren und dem Verein finanziert. Noch am Samstag hat Surber bei der Luzerner Polizei Anzeige erstattet. Nachdem der Krienser Gemeinderat das Aufstellen der Jubiläumsstatue bewilligt hatte, wurde die 1,70 Meter grosse Figur am 10. Januar beim Kreisel vor der Krauerhalle in Kriens platziert.

In der Nacht auf Samstag, zwischen 1 und 2 Uhr, wurde das Denkmal gewaltsam entwendet. «Wir können die Zeit so genau eruieren, weil jemand von unserer Guuggenmusig um 0.45 Uhr die Figur noch gesehen hat, und um 1.45 Uhr meldete uns ein anderer Guugger, dass nur noch der Sockel dasteht», erklärt Surber.

Der «Möcke», aus mit Glasfasern verstärktem Kunststoff gefertigt, wurde bei den Beinen vom Sockel getrennt. «Dies ist die schmalste Stelle, und deshalb ist sie wohl auch dort abgebrochen», so Surber. Er glaubt, dass die Figur durch mehrere Personen zu Fall gebracht wurde.

Auch Kurt Graf, Sprecher der Luzerner Polizei, geht davon aus, dass mehrere Täter involviert waren. Die Polizei prüft nun Hinweise aus der Bevölkerung. «Es ist eventuell auch schwierig, die Täterschaft zu erkennen. Einerseits, weil es finster war, andererseits, weil die Täter vielleicht verkleidet waren», erklärt Graf. Die Amok-Symphoniker belohnen den Hinweis, der zu den Dieben führt, mit 1000 Franken. Über die Gründe des Diebstahls kann nur gemutmasst werden: «Ich denke, dass sich irgendwelche alkoholisierte Personen einen Scherz erlaubt haben», sagt Damian Surber.

Auch Maske kommt weg

Neben der Statue wurden an der Fasnacht auch kleinere, aber ebenfalls wertvolle Gegenstände entwendet. Basil Koch von den Nostradamus-Guuggern hat seine handgefertigte Maske nicht mehr. «Ich habe den Grend im Wagen versteckt, und als ich zurückkam, war er nicht mehr da.» Die anderen Masken blieben verschont. Koch geht davon aus, dass es sich um einen Streich handelt und dass das Unikat «wahrscheinlich in der Reuss versenkt wurde».

Er hofft allerdings weiter, dass ihm jemand seinen Fasnachtsgrend, in den er mehrere Stunden investiert hat, zurückbringt. «Jemand, der ein bisschen ein Fasnachtsherz hat, legt sie bei uns vor die Bar», sagt er.

Während der Fasnacht seien meist mehrere Portemonnaie- und Smartphone-Diebe unterwegs, sagt Graf. «Es wurden schon einige Diebstähle gemeldet.» Und bis heute Güdisdienstag dürften es noch mehr werden. Ein paar Langfinger konnte die Polizei allerdings schon festnehmen, sagt der Polizeisprecher.

Der Kreisel am Tag danach. (Bild: PD)

Der Kreisel am Tag danach. (Bild: PD)

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