KRIENS: Valentin Stocker kontert die Vorwürfe

Für die Krienser Grünen ist Profifussballer Stocker ein Steuerflüchtling. Dieser findet: «Ich muss doch keine Rechenschaft ablegen.»

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Valentin Stocker vom FC Basel (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Valentin Stocker vom FC Basel (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

«Ich bin jetzt 21 – da ist es normal und legitim, dass ich zu Hause bei meinen Eltern ausziehe», sagt der Krienser Profifussballer Valentin Stocker, der beim FC Basel spielt. Er antwortet damit auf den Vorwurf der Grünen Kriens, Steuerflucht begangen zu haben. Stocker wohnt seit Frühling im nidwaldischen Hergiswil. «Dort habe ich einen Wohnsitz gefunden, der in jeder Beziehung passt.» Und natürlich zahle er wie alle Leute seine Steuern an seinem Wohnsitz – «und der ist Hergiswil».

Stocker habe von Kriens profitiert
In einer Interpellation der grünen Krienser Einwohnerrätin Mirjam Kalt wird Stocker als prominentestes Beispiel für Steuerflüchtlinge genannt (Ausgabe von gestern). Der Interpellantin stösst es sauer auf, dass der Nationalspieler seinen Steuersitz nach Hergiswil verlegt hat. Denn: «Stocker hat dem SC Kriens und der Gemeinde bestimmt einen beachtlichen Teil seiner Karriere zu verdanken.» In Kriens sei er von zahlreichen ehrenamtlichen Trainern gefördert worden. Und mit Steuergeldern werde eine der grössten Juniorenabteilungen der Schweiz unterhalten.

Stocker meint dazu: «Ich denke, dass die Wahl meines Wohnsitzes, wie für jede andere Person, eine absolut freie Wahl und damit Privatsache ist. Und darüber muss ich keiner Politikerin Rechenschaft ablegen.»

Enge Beziehung zu Kriens
Zu seiner Heimatgemeinde Kriens, so Stocker, werde er immer eine enge Beziehung behalten. Aber er sei jetzt erwachsen. «Ich möchte mich vom Elternhaus auf natürliche Weise abnabeln.» Und das erreiche man ja nicht, wenn man ewig mit den Eltern unter einem Dach oder Haustür an Haustür lebe.

Stefan Roschi/Neue LZ