Kriens
Wegen Revision: Pilatus-Bahnen stehen über einen Monat lang still

Die Steuerung der Gondelbahn zwischen Kriens und Fräkmünt wird vom 10. Januar bis 18. Februar ersetzt. In dieser Zeit werden auch die Hotels und Restaurants am Pilatus geschlossen.

Stefan Dähler
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Die Steuerung der Pilatus-Gondelbahn, hier fotografiert in der Nähe der Station Krienseregg, muss ersetzt werden.

Die Steuerung der Pilatus-Gondelbahn, hier fotografiert in der Nähe der Station Krienseregg, muss ersetzt werden.

Bild: © Pilatus-Bahnen AG

Auf dem beliebten Ausflugsberg Pilatus kehrt für mehrere Wochen Stille ein. Grund dafür sind aufwendige Revisionsarbeiten an der Gondelbahn zwischen Kriens und Fräkmüntegg, die vom 10. Januar bis 18. Februar dauern, wie die Pilatus-Bahnen mitteilen. Die Luftseilbahn «Dragon Ride» Fräkmüntegg-Pilatus ist zwar von den Arbeiten nicht betroffen. Da mit der Gondel deren Zubringer ausfällt, pausiert diese aber ebenfalls. Weil sich die Zahnradbahn Alpnachstad-Pilatus in der Winterpause befindet, ist der Berg somit in dieser Zeit nicht erreichbar. Deshalb bleiben die Hotels und Restaurationsbetriebe auf Pilatus Kulm, Fräkmünt- und Krienseregg vom 10. Januar bis 18. Februar ebenfalls geschlossen.

Godi Koch, Direktor der Pilatus-Bahnen.

Godi Koch, Direktor der Pilatus-Bahnen.

Bild: Eveline Beerkircher

Nötig ist die Stilllegung, weil die Steuerung der 1996 in Betrieb genommenen Gondelbahn ersetzt werden muss, sagt Godi Koch, Direktor der Pilatus-Bahnen, und fügt an: «Die Steuerung hat eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren, daher ist es nun Zeit.» Ausgeführt werden die Arbeiten von den Firmen Garaventa und Frey. Gearbeitet wird an sechs Tagen die Woche, um die Stilllegung möglichst kurz zu halten. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Franken.

Erscheinungsbild bleibt gleich

Bei den Arbeiten werde die Elektronik ersetzt. Am Erscheinungsbild der Gondeln sowie der Masten werde sich nichts ändern, so Koch: «Diese befinden sich nach wie vor in einem Top-Zustand.» Weiter tätigen die Pilatus-Bahnen kleinere Investitionen, etwa in den Brandschutz oder in Lautsprecher auf den Masten, die in einem Notfall für Durchsagen genutzt werden könnten. Zudem würden kleinere Renovationsarbeiten in den Hotels durchgeführt.

Auch die Betriebe auf Pilatus-Kulm, hier das Hotel Bellevue, schliessen während der Arbeiten.

Auch die Betriebe auf Pilatus-Kulm, hier das Hotel Bellevue, schliessen während der Arbeiten.

Bild: © Pilatus-Bahnen AG

Wie viel Umsatz den Pilatus-Bahnen durch die Revision entgeht, kann Koch nicht beziffern. Das hänge stark davon ab, wie gut das Wetter in diesen Wochen sein werde:

«Die Zeit von Mitte Januar bis Mitte Februar ist aber grundsätzlich die umsatzschwächste Periode des Jahres, darum haben wir die Arbeiten bewusst dann geplant.»

In den Monaten bis März habe man in den «Coronajahren» 2020 und 2021 jeweils im Schnitt 20’000 Gäste am Berg verzeichnet, so Koch. Zum Vergleich: In den Monaten Juli bis September dürfe man durchschnittlich mit jeweils rund 80’000 Passagieren pro Monat rechnen.

50 Prozent weniger Umsatz wegen Corona

Generell ist der Umsatz der Pilatus-Bahnen derzeit wegen Corona um 50 Prozent tiefer als in den Jahren vor 2020. «Uns fehlen die ausländischen Gäste, die vor der Pandemie etwa die Hälfte der Frequenzen ausgemacht haben», sagt Koch. Nun kämen vor allem Schweizer Gäste, wodurch es je nach Wetter grosse Schwankungen gebe. Gäste aus dem Ausland kämen eher auch bei schlechtem Wetter, da sie ihre Reise schon im Voraus gebucht haben. Der Herbst sei aber sehr gut gewesen. «Wir hatten viele schöne Tage. Es kamen zahlreiche Gäste aus Europa und vereinzelt auch aus den USA», sagt Koch. «Das war ein Lichtblick, denn es zeigte, dass die Reisetätigkeit schnell wieder anziehen kann, wenn es die Umstände erlauben.»

Grundsätzlich stünden die Pilatus-Bahnen trotz Krise nach wie vor auf einem stabilen Fundament. «Die Kurzarbeit hat uns sehr geholfen», sagt Koch. «Ausserdem konnten wir in den guten Jahren vor der Pandemie Reserven bilden.»