Kriens will Steuern erhöhen

Nach Ansicht des Krienser Gemeinderates ist eine Steuererhöhung unumgänglich. Zusammen mit dem Budget 2013 beantragt er den Bezug einer zusätzlichen Zehntelseinheit. Dennoch sieht das Budget einen Fehlbetrag von 2,72 Millionen Franken vor.

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Blick auf die Gemeinde Kriens - im Hintergrund die Stadt Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Blick auf die Gemeinde Kriens - im Hintergrund die Stadt Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Nach Jahren der Sparpakete und Steuersenkungen sei der Moment für eine nachhaltige Korrektur gekommen, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Kriens vom Freitag. Das Eigenkapital sei Ende 2012 aufgebraucht. Und für 2013 stünden dringend nötige Sanierungen an: Schulhäuser, Heimplätze, Wasserleitungen.

«Es sitzen mehr Leute am Tisch, die Hunger haben», wird Gemeindepräsident und Finanzvorsteher Paul Winiker zitiert. «Aber es ist weniger Kuchen da, der verteilt werden könnte.»

Der Budgetentwurf für das Jahr 2013 sieht mit einem Defizit von 2,72 Millionen Franken nach wie vor einen Fehlbetrag vor. Viel wichtiger aber sei dem Gemeinderat die Idee dahinter, dass mit dem vorgeschlagenen Budget nun eine Wende hin zu gesünderen Gemeindefinanzen eingeleitet werde. Denn fester Bestandteil dieses Budgets sei ein Massnahmenpaket, das gemäss mittelfristiger Finanzplanung wieder schwarze Zahlen ermöglichen soll.

Die finanzielle Lage sei nicht auf überhöhte Ausgaben der Gemeinde zurückzuführen, heisst es weiter. Ursache seien vielmehr die verschiedenen Steuersenkungen des Kantons. Kriens fehlten dadurch 18 Millionen Franken Steuereinnahmen pro Jahr. Anderseits würden den Gemeinden neue Aufgaben zugeteilt, die sie zu finanzieren hätten.

sda