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KRIENS: Zentrumstag: Bevölkerung erkundet das neue Gemeindehaus

Das Foyer des neuen Gemeindehauses «Zentrum Pilatus» ist noch etwas gar luftig, dafür roch es am Samstag nach Marroni und Bratwurst. Das verwundert nicht: Das Gebäude ist erst Ende 2018 fertig. Doch am Zentrumstag war der Rohbau für die Bevölkerung zur Besichtigung offen.
Besucher sehen sich den Rohbau des neuen «Zentrum Pilatus» in Kriens an. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Kriens, 28. Oktober 2017))

Besucher sehen sich den Rohbau des neuen «Zentrum Pilatus» in Kriens an. (Bild: Philipp Schmidli / LZ (Kriens, 28. Oktober 2017))

«Ich wollte wissen, was hier geht, denn ich wohne gleich nebenan», erzählt Markus Sidler, der seit 20 Jahren in Kriens lebt und die Bauarbeiten erträglich findet. Es sei gut, dass es für das Areal ein Gesamtprojekt gebe, das sei nötig gewesen. «Ich denke, das neue Zentrum wird Kriens als Stadt aufwerten. Besonders gespannt bin ich auf den neuen Dorfplatz vor dem Gemeindehaus», betont er. Von diesem ist allerdings noch nichts zu sehen.

Kriens hat den Luzerner Tag der Gemeinden bestens für die Information der Bevölkerung über verschiedenste Dienstleistungen genützt. Beim Spaziergang durch das künftige Gemeindehaus, durch den Rohbau des neuen Pilatussaals und durch ein Stockwerk des Zentrum Pilatus gibt es viele Stellwände mit interessanten Infos zu sehen – etwa zur Wasserversorgung in Kriens, zur Bibliothek oder zu Betreuungsgutscheinen. Bei den Facts zum neuen Pilatussaal wird verraten, dass je nach Bestuhlung bis zu 400 Personen Platz finden. Dies erstaunt, da der Saal gar nicht besonders gross erscheint.

Die Krienserinnen und Krienser nützten den Anlass und stillten ihre Neugier, auch beim Betrachten der ausgehängten Baupläne. «Ich bin vor allem wegen dem angrenzenden Wohnwerk auf dem Teiggi-Areal hier, das Konzept gefällt mir sehr gut», verrät Gabi Schellenbaum, die in Kriens aufgewachsen ist und heute wieder hier wohnt. Die Ausbaupläne für das neue Zentrum Pilatus stossen bei ihr nicht nur auf Lob: «Ich mag solche Glaspaläste nicht, die sind mir zu kalt. Aber der Standort ist gut, auch wenn ein Park noch besser wäre», meint sie lachend. Am Zentrumstag wurde in Kriens ausserdem das Kulturquadrat Schappe teileröffnet und das Schulzentrum Kirchbühl und das Unterwerk Fenkern konnten besichtig werden.

Nicht nur in Kriens gab es viel zu sehen, wie der Krienser Gemeindeschreiber Guido Solari sagt. Als Präsident des Gemeindeschreiberverbands Kanton Luzern hat er am Samstag fünf der 80 teilnehmenden Gemeinden besucht. «Interessant war es in Meggen. Die Gemeinde hat ihre Lehrlinge in den Fokus gerückt.» Nicht mit leerem Magen gingen die Zeller nach Hause: Der Gemeindepräsident kochte eigenhändig auf dem Dorfplatz ein Risotto. In Egolzwil inszenierte der Gemeindepräsident mit den Besuchern eine Gemeinderatssitzung. «Da diese normalerweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, war das etwas ganz Besonderes», so Solari. Er bezeichnet den Tag der Luzerner Gemeinden als «sehr erfolgreich», überall seien viele Besucher gekommen. «Mir scheint, dass bei Behörden und Verwaltungen die Lust geweckt wurde, sich vermehrt mit der Bevölkerung auszutauschen.» Einen kantonalen Tag dieser Art werde es zwar nicht so bald wieder geben. «Aber viele Gemeinden hatten ein Konzept, das sich wiederholen liesse.»

Natalie Ehrenzweig

region@luzernerzeitung.ch

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