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KRIENS: Zwei 50 und 103 Meter hohe Wohntürme sollen Pilatus-Arena finanzieren

In den nächsten Jahren entsteht in Kriens-Mattenhof die Pilatus-Arena, eine multifunktionale Sport- und Eventarena für 4'000 Zuschauer. Jetzt ist klar, wer den Studienauftrag gewonnen hat und wie das Gesamtprojekt mit Mantelnutzung aussehen wird.
Visualisierung des Wohnturms neben der Pilatus-Arena. (Bild: Pilatusarena)

Visualisierung des Wohnturms neben der Pilatus-Arena. (Bild: Pilatusarena)

Marc Benedetti

marc.benedetti@luzernerzeitung.ch

Das Planungsteam Giuliani Hönger Architekten Zürich hat den Studienauftrag gewonnen und die Jury mit seinem Projekt überzeugt. «Die Architekten von Giuliani Hönger haben eine faszinierende Symbiose zwischen Sport-, Lebens- und Wohnraum geschaffen» freut sich Toni Bucher, Verwaltungsratspräsident der Pilatus Arena AG.

350 Wohnungen und Gewerbefläche

Zur Finanzierung der Halle und des Grundstücks sei neben den Beiträgen von Bund und Kanton Luzern der Bau von 350 Wohnungen und 2000 Quadratmeter Gewerbefläche nötig. Es wird einen Mix aus Miet- und Eigentumswohnungen geben. Finanziert wird die Arena unter anderem über zwei dazugehörige Wohngebäude mit Höhen von 50,3 und 103,6 Metern. Zum Vergleich: Die beiden Allmend-Hochhäuser sind 88 bzw. 77 Meter hoch. Der grössere Turm wäre mit knapp 104 Metern das höchste Wohnhaus der Schweiz.

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich nach heutigen Schätzungen auf über 200 Millionen Franken. Man rechnet mit Baukosten von rund 35 Millionen Franken für die Pilatus-Arena. Dazu kommt der Kaufpreis von 18 Millionen Franken für das Grundstück, das der Stadt Luzern gehört. Die Stadtluzerner Bevölkerung hatte im Januar 2016 einem Kaufrechtsvertrag zugestimmt.

Für den Krienser Gemeindepräsidenten Cyrill Wiget zeigt das Siegerprojekt auf, dass die Pilatus- Arena mit der dazugehörigen Überbauung für den Standort Kriens, den HC Kriens-Luzern und viele andere Sportclubs eine grosse Chance darstellt. «Die Architekten haben ein hochklassiges Projekt entworfen.»

Zonenplananpassung und Bebauungsplan nötig

Die Gemeinde war in der Jury vertreten und wird als nächstes in den politischen Prozess einsteigen. Das Projekt braucht – auch aufgrund der Höhe des Hochhauses von angedachten 103 Metern – eine Anpassung des Zonenplanes durch den Einwohnerrat. Es wird eine öffentliche Mitwirkung geben und ein Bebauungsplan erarbeitet.

Zudem bestehen die Möglichkeiten für Einsprachen und ein fakultatives Referendum. «Der Einbezug von Parlament und Bevölkerung ist uns wichtig», so Wiget. Sobald die rechtskräftige Baubewilligung vorliegt, werde das mit der Stadt Luzern vereinbarte Kaufrecht für das Areal ausgeübt. Die Pilatus Arena AG plant den Spatenstich für 2019 oder 2020.

Blick in die multifunktionale Sport- und Eventhalle mit 4'000 Plätzen. (Bild: Visualisierung Raumgleiter AG, Zürich)
So muss man sich die Pilatus-Arena mit Wohn- und Gewerbegebäuden vorstellen. Blick vom Mattenplatz Richtung Bahnhof Kriens-Mattenhof. (Bild: Visualisierung Raumgleiter AG, Zürich)
Die Pilatus-Arena mit der geplanten Allee, Buvette und den Verbindungswegen. (Bild: Visualisierung Raumgleiter AG, Zürich)
Die Wohnungen werden Blick auf den Pilatus und die Allmend Luzern haben. (Bild: Visualisierung Raumgleiter AG, Zürich)
Das Obergeschoss der Pilatus-Arena mit dem Stadtbalkon. Blick aus dem Obergeschoss auf die geplante Allee zwischen Bahnhof und Mattenplatz. (Bild: Visualisierung Raumgleiter AG, Zürich)
Ein Modell der geplanten Pilatus-Arena mit den Hochhäusern (links oben; Blick von Nordosten). (Bild: Modellfoto Stefano Schröter, Pilatus Arena AG)
6 Bilder

So sieht die Krienser Pilatus-Arena aus

Knackpunkte Aussenräume und Hochhaus

Auf die Frage, ob das geplante Hochhaus von 103 Metern Höhe das Projekt nicht gefährden könnte, erklärt Cyrill Wiget, dass die Höhe noch nicht in Beton gegossen sei. «Die Türme der Swisspor-Arena auf der Allmend waren ursprünglich auch höher geplant.» Es handle sich erst um ein Wettbewerbsprojekt, und jetzt beginne der Meinungsbildungsprozess. Wiget: «Die Krienser Bevölkerung soll jetzt sagen, was für sie stimmt.»

Für Wiget gibt es zwei entscheidende Knackpunkte: Die Aussenraumgestaltung der Wohngebäude – wo können sich die Bewohner aufhalten, wo gibt es Grün- und Erholungsraum? – sowie die Frage, ob das Quartier ein so grosses Hochhaus verleide. Als Bewohner der geplanten Wohnungen könnte sich Wiget ein junges urbanes Publikum vorstellen, dass die Nähe zur Stadt Luzern und den Zentralschweizer Naherhohlungsgebieten schätzt.

Als nächsten Schritt wird die Bauherrschaft einen Bebauungsplan erarbeiten; Wiget rechnet damit, dass dieser zirka im dritten Quartal 2019 für die Lesung im Einwohnerrat Kriens parat sein wird.

Pilatus-Arena füllt Lücke im Kanton Luzern

Freude am Siegerprojekt hat auch der Luzerner Regierungspräsident und «Sportminister» Guido Graf. «Die Pilatus-Arena hat nicht nur regionale sondern auch eine nationale und internationale Bedeutung», sagt Graf. Der Bund leistet deshalb einen Beitrag von drei Millionen Franken aus dem nationalen Sportanlagenkonzept (NASAK).

Der Luzerner Regierungsrat hat laut Graf beschlossen, das Projekt mit vier bis sechs Millionen Franken aus dem Lotteriefonds zu unterstützen. Es fülle eine seit Jahren bestehende Lücke im Sportangebot. Die Pilatus-Arena sei eine Halle, von der verschiedenste Sportarten profititieren können. Das Siegerprojekt überzeuge sowohl sportlich als auch städtebaulich und wirtschaftlich, so Guido Graf.

Graf fügt hinzu, dass er sich auch auf die Realisierung der Pilatus-Arena freut, weil er noch einen Ort für die Schlussveranstaltung der Winter-Universiade 2021 in der Zentralschweiz sucht.

Der Krienser Gemeindepräsident Cyrill Wiget posiert beimAreal, wo die Pilatus-Arena mit ihrer Sporthalle für 4'000 Zuschauer entstehen soll. Rechts die Bahnstation Kriens-Mattenhof, im Hintergrund die Türme der Swisspor-Arena. (Bild: Marc Benedetti (Luzern, 19. Februar 2018))

Der Krienser Gemeindepräsident Cyrill Wiget posiert beimAreal, wo die Pilatus-Arena mit ihrer Sporthalle für 4'000 Zuschauer entstehen soll. Rechts die Bahnstation Kriens-Mattenhof, im Hintergrund die Türme der Swisspor-Arena. (Bild: Marc Benedetti (Luzern, 19. Februar 2018))

Die Pilatus-Arena soll neben der geplanten Mobimo-Überbauung bei der S-Bahn-Haltestelle Mattenhof entstehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Die Pilatus-Arena soll neben der geplanten Mobimo-Überbauung bei der S-Bahn-Haltestelle Mattenhof entstehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Vertreter aus Sport, Politik und Wirtschaft äussern sich an der Medienorientierung zum Siegerprojekt für die Pilatus-Arena. (Bild: Marc Benedetti (Kriens, 19. Februar 2018))

Vertreter aus Sport, Politik und Wirtschaft äussern sich an der Medienorientierung zum Siegerprojekt für die Pilatus-Arena. (Bild: Marc Benedetti (Kriens, 19. Februar 2018))

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