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KRIENS/EMMENBRÜCKE: Die letzte Produktion vor dem Umzug

Noch einmal sind mit der Musical-Gala in Kriens Aufführungen des Le Théâtre zu sehen. Das Theater hat in den letzten elf Jahren eine beachtliche Entwicklung durchgemacht.
Oliver Schneider
Probe für die Musical-Gala 2017 – die letzte Aufführung des Le Théâtre in Kriens. (Bild: Corinne Glanzmann (2. April 2017))

Probe für die Musical-Gala 2017 – die letzte Aufführung des Le Théâtre in Kriens. (Bild: Corinne Glanzmann (2. April 2017))

Das Le Théâtre steht vor einem grossen Umbruch: Nach elf Jahren im Industriegebiet in Kriens zieht es nach Emmenbrücke. Ab Herbst dieses Jahres werden die Aufführungen im Zentrum Gersag über die Bühne gehen. Heute Abend ist Premiere der letzten Produktion in Kriens (siehe Box).

Vor elf Jahren hat sich das Le Théâtre in einer ehemaligen Blachenfabrik in Kriens eingemietet, um ein Theater aufzubauen. «Kein normaler Mensch eröffnet ein Theater», sagt Co-Geschäftsleiter Andréas Härry. Die Welt der Bühne sei ohne staatliche Unterstützung ein zu hartes Pflaster. Die Anfänge waren laut Härry schwer. «Die Musikanlage schepperte, und die zu tief angebrachten Scheinwerfer brannten der Crew die Schweissperlen ins Gesicht.» Trotzdem habe man nicht aufgegeben.

Umstellung auf Profi-Ensemble

Das Wagnis hat sich für das Le Théâtre gelohnt. Nach fünf Jahren gelang der Durchbruch: «Zum ersten Mal waren sämtliche Vorstellungen ausverkauft», sagt Härry. Zu Beginn sei das Ensemble ein Mix aus Profis und Laien gewesen. Um aber an deutsche Erstaufführungen wie «Flashdance» oder «Daddy Cool» zu kommen, musste man ein reines ­Profi-Ensemble engagieren.

2016 hat das Le Théâtre mit dem Musical «Summer of ’85» das erste Mal eine Welturaufführung auf die Bühne gebracht. «Der schwierige Weg war nur möglich gewesen, weil wir im Le Théâtre eine Familie sind», sagt Härry. Die junge Tänzerin der Ballett-Akademie Luzern, Ivana Zlomislic, kann das bestätigen. Seit drei Jahren steht sie auf der Bühne des Le Théâtre. «Das Team ist zu einer zweiten Familie geworden, die ich jeden Tag sehe», sagt Zlomislic.

Ein Einblick bei den Proben zeigt, wie hektisch der Alltag für die Künstler ist. Wie aus dem Nichts schlüpfen sie zwischen dem Vorhang auf die Bühne. Ihre Kostüme sitzen perfekt, sie sind bereit für die Vorstellung. Hinter dem Vorhang sieht es nicht mehr so geordnet aus. Auf engstem Raum wird gedehnt, sich umgezogen, geschminkt und noch der letzte Mikrofoncheck durchgeführt. Ein schmaler Gang führt zu drei weiteren Garderoben. «Wir platzen hier in Kriens aus allen Nähten», sagt Härry. Das Haus könne nicht vergrössert werden, doch es habe seinen Charme. «Die Zuschauer in den vordersten Rängen sitzen so nahe am Geschehen, sie könnten jederzeit von einem Schweisstropfen der Künstler getroffen werden», sagt Härry und lacht.

4 Millionen für Umbau des Gersags

Heute beginnt die letzte Produktion des Le Théâtre in Kriens. Die Musical-Gala setzt sich aus den Lieblingsmusicals der Crew zusammen. Ab Ende November wird das Zentrum Gersag in Emmenbrücke dem Le Théâtre als Bühne dienen. «Im Herbst wird der Zuschauerraum des Gersags nicht mehr wiederzuerkennen sein», sagt Härry. Die erste Aufführung findet dort am 25. November statt. Insgesamt soll der Umbau 4 Millionen Franken kosten. Davon übernimmt die Gemeinde Emmen 1,2 Millionen.

Oliver Schneider

region@luzernerzeitung.ch

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