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Krienser B-Sides verzichtet auf Bargeld – wie die grossen Festivals

Wer am Krienser B-Sides-Festival Bier oder Essen kaufen will, kann dies neu nur noch mittels aufladbarer Karte tun. Dies erleichtert den Veranstaltern den Umgang mit dem Geld – aber nicht nur.
Michael Graber
Ein idyllischer und künftig bargeldloser Ort für coole Bands: Das B-Sides-Festival auf dem Sonnenberg. (Bild: Philipp Schmidli, Kriens 16. Juni 2018)

Ein idyllischer und künftig bargeldloser Ort für coole Bands: Das B-Sides-Festival auf dem Sonnenberg. (Bild: Philipp Schmidli, Kriens 16. Juni 2018)

Was an grossen Festivals und in den meisten Fussballstadien längst Tatsache ist, wird nun auch auf dem Sonnenberg eingeführt: bargeldloses Bezahlen. Bier oder Essen gibt es am B-Sides-Festival künftig nur noch gegen zuvor aufgeladene Karte. «Wir gehen damit einen Schritt in die bargeldlose Zukunft», schreibt das Festival in einer Mitteilung.

«Es erleichtert uns das Cash-Management», sagt Dominik Unternährer, Medienverantwortlicher beim Festival. Bislang musste das eingenommene Bargeld vom Sonnenberg jeweils mühsam in eine Bank überführt werden. Er ergänzt:

«In erster Linie geht es uns aber darum, mit der Einführung des Cashless-Systems die Wartezeiten an den Verpflegungsständen zu verkürzen und die ergebnislose Suche nach einem Bancomaten auf dem Gelände zu verhindern.»

Cashless zahlen ist mittlerweile vor allem an den grossen Festivals zum Standard geworden. Vom Gurtenfestival bis zum Open­air Frauenfeld setzen viele auf bargeldloses Bezahlen. Nach einigen anfänglichen Problemen läuft das System nun an den meisten Orten recht störungsfrei. Trotzdem: Kritik gibt es immer. Den Festivals gehe es hauptsächlich darum, dass die Leute mehr konsumieren, lautet einer der Hauptkritikpunkte. Studien zeigen, dass die Festivalbesucher mehr ausgeben, wenn sie mit Karte statt mit Bargeld bezahlen. Ebenfalls kritisiert wird, dass sich längst nicht alle Besucher das Restguthaben auszahlen lassen und die Festivals so an zusätzliches Geld gelangen. Die «Bilanz» schreibt, dass durch vergessene Rückforderungen rund ein Prozent der gesamten Einzahlungssumme am Schluss auf das Konto der Festivals geht. Unternährer betont aber, dass es dem B-Sides nicht um zusätzliche Verdienste gehe:

«Das System kostet ja auch. Insbesondere im ersten Jahr ist es für uns sicher eher eine Investition denn eine Ersparnis. Wir sind aber davon überzeugt, dass dies ein wichtiger Schritt ist, und für Besucher sowie unsere Organisation vieles vereinfacht.»

Das Geld könne man sich recht einfach zurück überweisen lassen – dazu müsse man vor oder nach dem Festival ein Benutzerkonto auf der B-Sides-Website eröffnen.

Dies empfiehlt Dominik Unternährer sowieso allen Besuchern des Festivals zeitgleich mit dem Erwerb des Tickets zu machen – so könne man auch gleich ein Guthaben auf die Karte laden. «Alternativ kann man am Festival selber an Stationen Geld via Bankkarte auf die B-Sides-Karte laden», sagt er. Es bestehe auch die Möglichkeit, die Karte mittels Bargeld aufzuladen.

Als weiteren positiven Nebeneffekt hofft Unternährer, dass man durch die Konsumdaten in den nächsten Jahren das Angebot besser machen könne. «Wir sehen so beispielsweise, welches Essen zu welcher Zeit am häufigsten verkauft wurde.» Ebenfalls entfällt so das doppelte Anstehen beim Essen – bislang musste man erst einen Bon kaufen und sich anschliessend beim Essen einreihen.

Beim Blue Balls Festival in Luzern und bei den Stanser Musiktagen ist momentan nichts Ähnliches geplant, wie es auf Anfrage heisst.

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