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Krienser FDP greift mit Roger Erni
und Matthias Senn an

Nun steht auch die Strategie der FDP für die Krienser Stadtratswahlen 2020 fest: Der bisherige Bauvorsteher Matthias Senn kandidiert fürs Präsidium – und Roger Erni soll einen zweiten Stadtratssitz erobern.
Robert Knobel

Am 29. März 2020 wird der Krienser Stadtrat neu gewählt. Die SP zeigte sich als erste Partei angriffslustig und gab schon im August bekannt, neben der bisherigen Stadträtin Judith Luthiger noch eine zweite Person in die Exekutive bringen zu wollen. Es handelt sich um Fraktionschef Cla Büchi, der gleichzeitig auch fürs Stadtpräsidium kandidieren wird.

Die Expansionsgelüste der SP sind mit ein Grund dafür, dass nun auch die FDP zwei Kandidaten für den Stadtrat präsentieren wird. «CVP, SP und möglicherweise auch die SVP werden mit zwei Kandidaten antreten. Da gibt es für uns keinen Grund, dies nicht auch zu tun», sagt Roger Erni. Der 46-jährige FDP-Politiker ist zurzeit Präsident des Einwohnerrats. Nach Ablauf seines Amtsjahres will er in den Stadtrat wechseln. Die FDP-Parteileitung hat diese Woche eine Zweierkandidatur beschlossen – mit Roger Erni sowie dem bisherigen Stadtrat Matthias Senn. Die Parteiversammlung muss diese Strategie am 6. November noch definitiv absegnen.

Roger Erni ist aktuell Einwohnerratspräsident von Kriens. Nächstes Jahr will er für die FDP in den Stadtrat. (Bild: Dominik Wunderli, Kriens, 16. September 2019)

Roger Erni ist aktuell Einwohnerratspräsident von Kriens. Nächstes Jahr will er für die FDP in den Stadtrat. (Bild: Dominik Wunderli, Kriens, 16. September 2019)

Wunschdepartemente: Bildung oder Finanzen

Roger Erni ist seit 2008 im Krienser Einwohnerrat. «Ich bin in Kriens sehr verankert», sagt Erni, der auch langjähriges aktives Mitglied des SC Kriens ist. Bei den Kantonsratswahlen landete er auf dem ersten Ersatzplatz – möglicherweise wird er also im Verlauf der aktuellen Legislatur ins Kantonsparlament nachrutschen. Seine Wahlchancen für den Stadtrat beurteilt Erni selber als intakt. Als Wunschdepartement gibt er die Bereiche Bildung und Finanzen an, betont aber gleichzeitig, «für alles offen» zu sein.

Sollte Erni im Frühling nicht gewählt werden, so wird er es womöglich vier Jahre später nochmals versuchen. Denn dann wird allenfalls Matthias Senn nach 16 Jahren in der Krienser Exekutive abtreten. «Mit der Erfahrung aus dem jetzigen Wahlkampf könnte ich dann aus einer Pole Position starten», sagt Erni.

Stadtpräsident für nur vier Jahre?

Matthias Senn (FDP) ist aktuell Bauvorsteher. Nächstes Jahr will er Krienser Stadtpräsident werden.

Matthias Senn (FDP) ist aktuell Bauvorsteher. Nächstes Jahr will er Krienser Stadtpräsident werden.

Apropos Matthias Senn: Der Bauvorsteher will 2020 zusätzlich fürs vakante Stadtpräsidium kandidieren. Damit erhält Senn eine zweite Chance, Krienser Stadtpräsident zu werden: 2015 unterlag er äusserst knapp gegen den Grünen Cyrill Wiget, der 2020 abtritt. Matthias Senn ist bereits seit 2008 im Krienser Stadtrat. Nach Ablauf der nächsten Legislatur 2024 wird er wie erwähnt auf 16 Jahre Exekutiverfahrung zurück blicken können. Ob er dann nochmals eine Legislatur anhängen wird, lässt Senn offen.

Lohnt es sich da überhaupt, für bloss vier Jahre als Stadtpräsident anzutreten? Senn verweist auf die beiden letzten Stadtpräsidenten: Cyrill Wiget hört nach fünf Jahren auf, und zuvor war Paul Winiker (SVP) bloss drei Jahre im Amt. Ein gewisser Turnus sei sogar positiv, findet Senn: «Das Stadtpräsidium ist heute weniger ein Fachdepartement, in das man sich jahrelang einarbeiten muss, sondern hat vor allem eine strategische Funktion. Da sind neue Ideen von Zeit zu Zeit durchaus willkommen.» Andererseits – und das ist Senns Hauptmotivation – sei es von Vorteil, wenn ein Stadtpräsident die Exekutive und deren Abläufe bereits von Innen kennt. Senn:

«Die Lösung, dass ein bisheriger Stadtrat Präsident wird, hat sich bewährt.»

Senn verweist auch hier auf die beiden Vorgänger. Im Gegensatz dazu schlägt die SP mit Cla Büchi einen Neuling vor, der zwar mit der Arbeit im Parlament, nicht aber mit jener im Stadtrat vertraut ist.

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