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Krienser Gemeindepräsident zur geheimen Abmachung: «Vorgehen stufte ich als kritisch ein»

An der Krienser Einwohnerratsdebatte machte Sozialvorsteher Lothar Sidler einen «Geheim-Deal» zu den Gemeinderats­löhnen publik. Gemeindepräsident Cyrill Wiget sagt, weshalb ihm dieses Vorpreschen zwar missfiel, er dieser Kommunikation aber trotzdem nicht zuvorkommen wollte.
Sandra Monika Ziegler
Cyrill Wiget, Gemeindepräsident Kriens : «Ein Kollaps lässt sich nur vermeiden, wenn die Überbauungen wenig Mehrverkehr generieren.» (Bild: pd)

Cyrill Wiget, Gemeindepräsident Kriens : «Ein Kollaps lässt sich nur vermeiden, wenn die Überbauungen wenig Mehrverkehr generieren.» (Bild: pd)

Gemeindepräsident Cyrill Wiget, wer war die treibende Kraft hinter der geheimen Abmachung?

Der Gemeinderat in corpore wollte eine faire Lösung für alle. Die Pensenreduktion auf 80 Prozent hat Gemeinderatsmitglieder mit höheren Pensen benachteiligt. Daher kam der Vorschlag auf, Mandatsentschädigungen behalten zu können. Es war ein Entgegenkommen.

Wäre die Öffentlichmachung dieses Deals nicht Ihre Aufgabe gewesen?

Mal eines vorweg: Ich bin kein Teil dieser Abmachung, da ich keine öffentlichen Mandate habe. Deshalb lag es auf der Hand, dass sich die Direktbetroffenen selber zu Wort melden. Dass sie das an der Einwohnerratsdebatte kommunizieren würden, wusste ich.

Haben Sie das Vorgehen auch befürwortet?

Bereits im Vorfeld habe ich dies als kritisch eingestuft. Es ist immer heikel, wenn Interna aus dem Gemeinderat an die Öffentlichkeit gelangen. Doch im Rückblick war es positiv.

Wie ist das zu verstehen?

Positiv ist, dass die Lohndebatte so zum Abschluss kam und die Nebeneinkünfte der Gemeinderäte klar geregelt werden können. Jeder darf maximal 5000 Franken pro Jahr dazuverdienen. Nun können wir wieder zur Tagesordnung übergehen.

Und was missfiel Ihnen am Gang an die Öffentlichkeit?

Die betreffende Absichtserklärung entbehrt jeglicher juristischen Grundlage. Es ist kritisch, eine solche Abmachung öffentlich zu machen. Denn das Machtwort in der Lohndebatte spricht letztlich das Parlament.

Warum macht es Sinn, die Nebeneinnahmen auf 5000 Franken zu beschränken?

Nebenamtliche Mandate sollten die Gemeinderatsarbeit nicht beeinträchtigen. Mit 5000 Franken ist diese Gefahr gebannt.

Interview: Sandra Monika Ziegler

sandra.ziegler@luzernerzeitung.ch

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