Krienser Gemeinderat hält an Heimtaxen fest

Der Gemeinderat Kriens will an den beschlossenen Tarifanpassungen in den Heimen festhalten. Er lehnt die Petition «Heimtaxten: Keine überrissenen Aufschläge» ab.

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Das Pflegeheim Zunacher in Kriens. (Bild: Archiv Neue LZ)

Das Pflegeheim Zunacher in Kriens. (Bild: Archiv Neue LZ)

Die beschlossenen Tarifanpassungen sind nach der Meinung des Krienser Gemeinderates für eine überwiegende Mehrheit der betagten Menschen tragbar. Der Gemeinderat verweist zudem auf die Tatsache, dass Heim-Bewohner mit mittlerem oder hohem Pflegebedarf durch die neue Gebührenregelung sogar entlastet werden.

Sozialhilfe für Härtefälle

Für alle anderen sehe das System ausreichend Unterstützungsmechanismen vor, wie etwa Ergänzungsleistungen. Für Härtefälle bestehe darüber hinaus das tragfähiges Auffangnetz der Sozialhilfe, wie der Gemeinderat in einer Medienmitteilung schreibt.

Aufschlag von 27 Prozent

Die Petition «Heimtaxten: Keine überrissenen Aufschläge» wurde von den Grünen gestartet und am 29. Oktober 2010 eingereicht. 157 Personen haben sie unterzeichnet. Darin wird kritisiert, dass der Gemeinderat die Heimtaxen auf das Jahr 2011 um 30 Franken erhöht. Das entspreche einem Aufschlag von 27 Prozent und sei zu viel.

Hohe Mehrkosten für Gemeinden

Die neuen Tarife wurden eingeführt, weil durch das Krankenversicherungsgesetz (KVG) und das Pflegefinanzierungsgesetz die Pflegekosten neu verteilt werden. Die Gesetze sind seit diesem Jahr in Kraft und haben grosse Mehrkosten für die Gemeinden zur Folge. Die Gemeinden übernehmen neu jene Kosten, welche nicht von den Heim-Bewohnern selber oder von den Krankenversicherungen getragen werden.

pd/das