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Krienser Hergiswaldbrücke kostet viel weniger als budgetiert

Für den Bau der neuen Hergiswaldbrücke und die Restaurierung der alten hat die Gemeinde Kriens «nur» 2,97 Millionen Franken ausgegeben – statt wie budgetiert 3,74 Millionen. Dafür gibt es mehrere Gründe.
Die neue Hergiswaldbrücke...

Die neue Hergiswaldbrücke...

Solche Zahlen verkündet jeder Gemeinderat gern: Die Bauabrechnung für den Neubau der Hergiswaldbrücke und die Restaurierung der alten liegt vor – und sie fällt deutlich besser aus als erwartet. Demnach kostete das ganze Vorhaben «nur» 2,97 Millionen Franken. Der Einwohnerrat hatte 2011 einen Kredit von 3,6 Millionen Franken gesprochen. Die beiden Brücken kosten also fast 17 Prozent oder 628000 Franken weniger als erwartet. Dies schreibt der Krienser Gemeinderat im Bericht und Antrag an den Einwohnerrat.

Er schreibt, dass die Kosten für den Brücken- und Strassenbau unter den Vorgaben gehalten werden konnten, dank günstiger Baumeisterarbeiten. Deren Kostenvoranschläge seien mitunter weit auseinander gelegen. So betrug etwa beim Strassenbau die Kostendifferenz zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter satte 40 Prozent. «Hinzu kam, dass die Ingenieurhonorare sowie die Baunebenkosten und Unvorhergesehenes tiefer ausfielen, als im Kostenvoranschlag aufgeführt.

Innovatives und einzigartiges Tragwerk

Die neue Hergiswaldbrücke ist seit November 2012 in Betrieb. Ihr Bau hatte rund acht Monate gedauert. Es handelt sich um eine Holz-Beton-Konstruktion, bei der das Holz dominiert. Sie ist 38,1 Metern lang und wurde im Fels verankert, sodass sie auch bei hohem Wasserstand intakt bleiben sollte. «Die neue Brücke präsentiert sich mit einer technisch und ästhetisch sehr hohen Qualität», schreibt der Gemeinderat im Bericht und Antrag. Auch sei die das Tragwerk innovativ und einzigartig. «Von der neuen Brücke gibt es im Bauinventar des Kantons Luzern bereits ein Objektblatt, so dass sie dereinst auch einmal unter Schutz gestellt werden könnte», so der Gemeinderat weiter.

Diese Ehre wurde der alten Hergiswaldbrücke bereits 2009 zuteil. Ihre Restaurierung erfolgte von Oktober 2015 bis Juni 2016 – inklusive Rückführung in den historischen Zustand. Letzteres hatte der Einwohnerrat 2011 aus Kostengründen zunächst abgelehnt. Doch der damalige Krienser Kantonsrat Nino Fröhlicher (Grüne) wies den Gemeinderat danach auf mögliche Bundesgelder hin – worauf dieser auf Sponsorensuche ging, mit Erfolg. Pro Patria, die kantonale Denkmalpflege und auch das Bundesamt für Strassen beteiligten sich an den Kosten. Dadurch war die Rückführung in den historischen Zustand doch noch möglich geworden. Hierfür liess man den aussen angebrachten Fussgängersteg entfernen, die Fahrbahn wieder im Originalzustand herstellen und die Dachkonstruktion auf die ursprüngliche Höhe zurückversetzen.

...und die alte, wieder in den Originalzustand versetzte Brücke. (Bilder: Roger Grütter, (Kriens 2. Juni 2016))

...und die alte, wieder in den Originalzustand versetzte Brücke. (Bilder: Roger Grütter, (Kriens 2. Juni 2016))

Lob und Preis für die neue Brücke

Vor gut einem Jahr erhielt der Gemeinderat vom Regierungsrat die «Auszeichnung guter Baukultur Kanton Luzern 2005 bis 2016» für den Bau der neuen und die Restaurierung der alten Hergiswaldbrücke. Die höchste Auszeichnung ging an insgesamt zwölf Bauwerke – 178 Projekte waren zur Beurteilung eingereicht worden. Die Fachjury würdigt die «in sich stimmige Konstruktion» der neuen Brücke. Durch ihren Standort, ihre Materialwahl und ihre geschickt gewählte Geometrie nehme sie aber auch Rücksicht auf den Bestand. Der Krienser Gemeinderat ist stolz auf die Auszeichnung, wie er schreibt: «Die Gegenüberstellung der beiden Brückenbauwerke lässt deren unterschiedliche Epochen und die Entwicklung der Holzbautechnik erfahren.» Die alte und neue Brücke repräsentierten ein «Duett von 200 Jahren Brückenbaukunst». Der Gemeinderat beantragt dem Einwohnerrat, die Bauabrechnung zu genehmigen. Das Parlament befindet an seiner Sitzung vom 27. September darüber. «(re»d)

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