Krienser Infostelle Gesundheit wird in Spitex integriert und erhält mehr Geld

Die Koordinationsstelle im Gesundheitsbereich soll neu organisiert werden, hat der Krienser Stadtrat entschieden. Ausserdem erhält sie mit der Eröffnung des Lindenparks bald mehr Arbeit.

Stefan Dähler
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Die Krienser Infostelle Gesundheit (KIG) unterstützt Leute gratis bei Fragen rund um Gesundheit und Alter. Weiter gibt die Infostelle an der Horwerstrasse 9 im Auftrag der Stadt und der Spitex Infos zu Betreuungs- und Pflegeangeboten, hilft dabei, geeignete Angebote und Fachstellen zu finden oder einen Heimeintritt zu planen. Nun soll die 2014 als einfache Gesellschaft gegründete Institution Ende Jahr aufgelöst werden, wie der Stadtrat mitteilt.

Das Angebot bleibt aber erhalten. Die Infostelle werde in die Spitex integriert und eine neue Leistungsvereinbarung erhalten, so der Stadtrat. Durch einen entsprechenden Passus in der Vereinbarung und Controllingmassnahmen soll die Unabhängigkeit der KIG weiterhin gewährleistet bleiben. Denn die Unabhängigkeit war damals der Beweggrund, die Institution als einfache Gesellschaft zu gründen. Faktisch wird das Angebot bereits heute durch Spitex-Angestellte betreut. Dennoch sei die Unabhängigkeit vom Spitex Verein Kriens nie in Frage gestellt worden, wird die KIG-Leiterin im Bericht des Stadtrats zitiert.

Mehr Arbeit wegen neuen Seniorenwohnungen

Konkret ändert sich der Stellenbedarf. Bisher wurden für das Erbringen der Dienstleistungen 160 Stellenprozent benötigt, bereits per September seien 40 zusätzliche Stellenprozente budgetiert. Grund ist, dass die KIG bald mehr Arbeit erhält: 2020 werden im Lindenpark fast 40 Seniorenwohnungen sowie 21 Pflegeplätze eröffnet. Hinzu kommen weitere 56 Wohnungen und 21 Pflegeplätze in der Überbauung Schweighof. «Es ist vorgesehen, dass die KIG die Bedarfsabklärungen für diese neuen Wohnungen und für die Pflegeplätze übernimmt», schreibt der Stadtrat. Dadurch steigen die Kosten für die Stadt von 170’000 Franken im Jahr 2018 auf 186’000 Franken im laufenden Jahr und nächstes Jahr auf 234’800 Franken. Der Einwohnerrat muss diese neue Leistungsvereinbarung noch bewilligen.