Krienser Ortsplanung einen Schritt weiter

Die Revision der Krienser Ortsplanung ist auf gutem Weg zur öffentlichen Auflage. Der Einwohnerrat folgte den Anträgen des Gemeinderates.

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Bäume (hier bei Obernau) ikönnen in Kriens zwar gefällt werden. Sie müssen aber ersetzt werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Bäume (hier bei Obernau) ikönnen in Kriens zwar gefällt werden. Sie müssen aber ersetzt werden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Im Grundsatz waren sich die Mitglieder des Parlaments einig, dass Kriens einen sorgsamen Umgang mit seinem Lebensraum pflegen müsse. Er sei letztlich das wichtigste Gut. Dem Druck des Wohnungsmarktes soll nicht primär mit der Einzonung grüner Flächen begegnet werden. Deshalb sieht die aktuelle Revision der Ortsplanung denn auch nur drei kleinere Umzonungen vor (Bosmatt, Mühlirain, Schlundstrasse), wie es in einer Mitteilung aus dem Einwohnerrat heisst.

Das Parlament verwies auf die Tatsache, dass für bevorstehende Grossprojekte im Mattenhof oder Schlund die Umzonungen bereits erfolgt seien. Auf diesem Weg soll Kriens in 10 bis 15 Jahren auf rund 29'700 Personen wachsen – heute sind es 26'400.

Trotz aller Einigkeit aber wurden im Parlament intensive Anstrengungen unternommen, um das Planungswerk in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen. So war insbesondere das Thema Verkehr und Verkehrsaufkommen fast allgegenwärtig. Dabei ging es stets um die Frage, wie der in Kriens angesichts bevorstehender Bauprojekte zu erwartende Mehrverkehr bewältigt werden könne.

Rund 70 Anträge hatten die Parlamentsmitglieder eingereicht, um die eine oder andere Formulierung noch zu verändern. Zwei wesentliche Änderungen standen dabei im Zentrum der Debatte:

  • Mehrwertabschöpfung: Es soll ein Passus ins Reglement aufgenommen werden, der es der Gemeinde Kriens ermögliche, bei Wertsteigerungen durch eine Umzonung von Land am erzielten Mehrwert zu partizipieren. Dabei soll die Form offenbleiben. Es ist nun Aufgabe des Gemeinderates, einen entsprechenden Vorschlag auszuarbeiten.
  • Baumschutz: Aufgenommen wurde eine Regelung, dass geschützte und in Kriens inventarisierte Bäume bei entsprechender Dringlichkeit zwar gefällt werden können, der Schutz aber auf die Nachfolgepflanzungen übergeht.


Bis zur Einwohnerratssitzung vom 31. Januar 2013 wird der Gemeinderat nun die entsprechende Ergänzung erarbeiten.

pd/rem