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Schul-Modulbauten sollen auf der Krienser Krauerwiese bleiben

Der Krienser Gemeinderat spricht sich gegen eine Verschiebung der Schulraum-Provisorien aus – unter anderem aus finanziellen Gründen.
Stefan Dähler
Die Schul-Modulbauten auf der Krienser Krauerwiese. Bild: Boris Bürgisser (3. Juni 2016)

Die Schul-Modulbauten auf der Krienser Krauerwiese. Bild: Boris Bürgisser (3. Juni 2016)

Sie sind zum Politikum geworden – die beiden modularen Schulbauten auf der Krauerwiese. Mit der Schulraumplanung 2018 gab der Gemeinderat bekannt, dass einer davon noch länger dort stehen bleiben soll (wir berichteten). An diesen Plänen hält die Exekutive weiterhin fest. Das schreibt sie im Bericht zu einem Postulat mit der Forderung, die Entfernung der Module zu prüfen.

Der Gemeinderat führt dafür gleich mehrere Gründe auf: Einerseits werden die Schülerzahlen in den nächsten Jahren stark wachsen. Zwar gebe es im Schulhaus Krauer noch freie Räume, diese würden jedoch für Kinder aus dem Gebiet Amlehn/Bleiche/Gabeldingen benötigt. Ein Modul sei vorgesehen, um das Wachstum im Schulkreis Zentrum/Brunnmatt/Roggern aufzufangen. Das zweite Modul wollte der Gemeinderat eigentlich zum Schulhaus Kuonimatt verschieben, das Vorhaben ist jedoch wegen einer Einsprache blockiert.

Als weiteren Grund führt der Gemeinderat die knappen finanziellen Mittel auf. Bei einem Rückbau der Module in den nächsten Jahren müsste mit einem hohen Abschreiber gerechnet werden, da man diese nur noch zu einem tiefen Preis verkaufen könnte. Gekostet haben sie rund 4 Millionen Franken.

«Finanzstrategie wäre gefährdet»

Stattdessen müsste der durch den Rückbau wegfallende Schulraum andersweitig kompensiert werden, was wiederum Kosten zur Folge hätte. «Die Finanzstrategie des Gemeinderats wäre dadurch gefährdet», heisst es im Bericht. Dieser hat aufgrund der hohen Verschuldung der Gemeinde einen Investitions-Plafonds von 10 Millionen Franken pro Jahr erlassen. Zudem betont die Exekutive, dass es sich bei den Modulen um hochwertige Bauten mit Minergie-Standard handle, die auf eine Lebensdauer von 40 Jahren ausgelegt seien.

Eine Verschiebung des Moduls oder der Module hätte zudem zur Folge, dass an einem anderen Ort eine Spielwiese verkleinert würde. Auch fixe Neubauten würden «einen zusätzlichen Fussabdruck» hinterlassen, schreibt der Gemeinderat weiter im Bericht. Er weist zudem darauf hin, dass der Baugrund im Kuonimatt und im Roggern schwierig sei, eine Aufstockung bestehender Gebäude sei nur mit einer «notwendigen Fundation» möglich.

Aufwertung des Spielplatzes geplant

Es sei ihm aber «sehr wohl bewusst», dass im Krauer «ein wertvolles Stück Wiese verbaut» worden ist, so der Gemeinderat. Er will daher den bestehenden Spielplatz zwischen der Wiese und dem Schulhaus erweitern und aufwerten. Dadurch würde «mitten im Zentrum eine hochwertige Naherholungsfläche» entstehen.

Das eingangs erwähnte Postulat wurde an der Einwohnerratssitzung vom 27. September überwiesen (wir berichteten). Ursprünglich handelte es sich um eine Motion der SVP mit der Forderung, die Krauerwiese bis 2020 definitiv freizugeben. Das war dem Parlament aber zu extrem. Dieses hat weiter an seiner letzten Sitzung vom Gemeinderat verlangt, dass die Modul-Strategie grundlegend überprüft wird (wir berichteten). Dieser Bericht steht noch aus.

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