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Krienser Stadtrat will im «Himmelrich» durchgreifen

Die Umstände im Hotel Himmelrich in Kriens sind längst ein Politikum. Nun äussert sich der Krienser Stadtrat zu einem Vorstoss. Grundtenor: Die Stadt hat ein Auge auf dem Hotel. Sollte es zu weiteren Zahlungsausfällen kommen, will sie «sämtliche Möglichkeiten ausschöpfen», um an ihr Geld zu kommen.
Kilian Küttel
Das Hotel Himmelrich an der Schattenbergstrasse 107 in Kriens. (Bild: Pius Amrein, 12. Juli 2010)

Das Hotel Himmelrich an der Schattenbergstrasse 107 in Kriens. (Bild: Pius Amrein, 12. Juli 2010)

Um das Hotel Himmelrich an der Schattenbergstrasse in Kriens wird es nicht ruhig. Das Haus ist Teil des Gastroimperiums, über das unsere Zeitung unlängst berichtet hat. Aber das Hotelkonsortium hält nicht nur die Medien auf Trab, sondern auch die Politik: Im Oktober 2018 hat die Krienser Einwohnerrätin Judith Mathis-Wicki (CVP) eine Interpellation zu den Zuständen im Hotel Himmelrich deponiert. Jetzt ist die Antwort des Stadtrats da.

Zahlungen für Wasser und Abwasser stehen aus

Mathis-Wicki wollte unter anderem wissen, wie es um die Zahlungsmoral der Hotelbetreiber steht. Haben Sie die Rechnungen für Wasser und Abwasser bezahlt? Die Antwort des Stadtrats lautet: Nein. Die Rechnungen 2018 würden sich im Mahnverfahren befinden. Die Rechnungen für die Kurtaxen und Beherbergungsabgaben seien gestellt worden. «Das Inkasso läuft im normalen Verfahren», so die Antwort des Stadtrats.

Wer die Vorstossantwort liest, kommt zum Schluss: Die Krienser Exekutive behält die Entwicklungen im «Himmelrich» genau im Auge. Auf Mathis-Wickis Frage, wie das weitere Vorgehen sei, wenn das Hotel seinen Verpflichtungen nicht nachkomme, heisst es: «Unbezahlte Rechnungen werden gemahnt und dann betrieben. Die Stadt Kriens kann beim Betreibungsamt Verlustscheine für nicht bezahlte Forderungen beantragen.» Man werde «sämtliche juristischen Möglichkeiten ausschöpfen», um an die finanziellen Forderungen zu kommen: «Der Stadtrat behält sich weitere rechtliche Schritte vor.»

Ombudsstelle der Hotels erstattete Meldung

Zum Schluss wollte Einwohnerrätin Mathis-Wicki wissen, wie der Stadtrat den Imageschaden bekämpfen will, der durch die schlechte Presse entstanden ist. Spätestens hier zeigt sich, dass der Spielraum der Behörde beschränkt ist. Zwar würden negative Schlagzeilen und Äusserungen in Bewertungsportalen dem Hotel und dem Tourismusstandort schaden - und damit auch der Stadt. «Trotzdem: Es handelt sich um einen privaten Betrieb», so der Stadtrat.

Laut der Interpellationsantwort ist das Hotel im Moment wegen Umbauarbeiten geschlossen. Und zwar, um Mängel zu beheben. Das Krienser Bau- und Umweltdepartement war zusammen mit der Luzerner Gastgewerbepolizei vor Ort – auch um abzuklären, welche Arbeiten eine Bewilligung brauchen und welche nicht. Dies, nachdem die Behörden von der Ombudsstelle der Schweizer Hotellerie über offenbare Missstände in Kenntnis gesetzt worden ist.

Auf Anfrage unserer Zeitung erklärt Ron Prêtre, Präsident von Kriens Tourismus, in letzter Zeit seien ihm keine Reklamationen über das Hotel mehr zu Ohren gekommen.

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