Krienser Tagesstrukturen: Was kostet der Hort-Ausbau?

In Kriens soll es künftig an jedem Schulstandort einen Schülerhort geben. Der Einwohnerrat unterstützt dieses Vorhaben des Gemeinderats. Über die konkreten Kosten schweigt der Gemeinderat jedoch noch.

Beatrice Vogel
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Jeder Schulstandort soll einen Hort bekommen. Ein Blick auf die Gemeinde Kriens. (Bild Philipp Schmidli, 27. August 2016)

Jeder Schulstandort soll einen Hort bekommen. Ein Blick auf die Gemeinde Kriens. (Bild Philipp Schmidli, 27. August 2016)

Der Krienser Einwohnerrat behandelte an seiner Sitzung vom Donnerstag den Planungsbericht Tagesstrukturen. Dieser sieht vor, dass dereinst an allen Schulstandorten ein Angebot an Tagesstrukturen besteht (wir berichteten). Heute gibt es in den Schulhäusern Kuonimatt, Gabeldingen und Obernau nur Mittagstische. Diese sollen durch Tagesstrukturangebote am Morgen und Nachmittag erweitert werden. Der Gemeinderat will – vor allem aus finanziellen Gründen – alle zwei Jahre einen neuen Hort in Betrieb nehmen.

Das Parlament erklärte sich prinzipiell einverstanden mit diesem Vorgehen. Nicht nur die SP betonte, dass ein gutes Tagesstrukturangebot zur Standortattraktivität beitrage.

Nur Personalkosten ausgewiesen

Jedoch bemängelten mehrere Fraktionen, dass die konkreten Kosten im Bericht nicht ausgewiesen sind. Nur die erwarteten Personalkosten sind darin enthalten. «Wir wollen den Ausbau der Tagesstrukturen nicht verhindern, wenn der Bedarf dafür ausgewiesen ist. Aber wir können nicht erhebliche Investitionen zustimmen, ohne dass diese klar ausgewiesen sind», sagte etwa Leo Sigg (GLP). Von Seiten der CVP hiess es zudem, es fehlten Zahlen, wie viele Hortplätze es überhaupt brauche.

Bildungsvorsteherin Judith Luthiger (SP) erklärte, der Gemeinderat wolle das Finanzielle im Aufgaben- und Finanzplan ausweisen. «Sie werden im Rahmen der Budget-Diskussion darüber entscheiden können.»

Kriens will Betreuungs-Lücke schliessen

In drei Krienser Quartieren gibt es weder einen Hort noch einen von der Schule organisierten Mittagstisch. Das ist nicht mehr zeitgemäss, findet die zuständige Gemeinderätin. Der Ausbau ist aber nicht gratis.
Stefan Dähler