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KRIENSEREGG: Krienser Einwohnerrat will Kegelbahn-Abriss verhindern

Der Einwohnerrat fordert, dass der Gemeinderat den eigentlich beschlossenen Abriss der Kegelbahn-Anlage auf der Krienseregg verhindert. Entscheiden kann die Gemeinde das aber nicht selbst.
Die Kegelbahn neben dem Naturfreundehaus auf der Krienseregg. (Bild: Roger Grütter (Kriens, 19. November 2017))

Die Kegelbahn neben dem Naturfreundehaus auf der Krienseregg. (Bild: Roger Grütter (Kriens, 19. November 2017))

Noch dieses Jahr soll die 1972 erbaute Kegelbahn beim Naturfreundehaus auf der Krienseregg abgerissen werden. Der Krienser Einwohnerrat will dies jedoch verhindern. Er hat am Donnerstag nach einer emotionalen Diskussion ein entsprechendes Postulat mit 16 zu 10 Stimmen überwiesen.
Den Vorstoss eingereicht hatte Patrick Koch (SVP), aber auch die FDP- und grossmehrheitlich die CVP/JCVP-Fraktion unterstützten diesen. SP und Grüne lehnten das Postulat ab. Der Gemeinderat hat nun die Aufgabe, sich für den Erhalt der Kegelbahn einzusetzen.

Kegelbahn wurde illegal erstellt

So einfach wird das aber nicht. Denn: Bei der Kegelbahn handelt es sich um eine der zahlreichen Bauten, die im Krienser Hochwald während Jahrzehnten illegal erstellt worden sind. Aufgrund eines Bundesgerichtsentscheids aus dem Jahr 2010 mussten die jeweiligen Verantwortlichen ein nachträgliches Baugesuch einreichen. Gegen jenes der Kegelbahn reichten die Verbände Pro Natura und der Schutzverband Vierwaldstättersee Beschwerde ein.

Der Gemeinderat lehnte das Baugesuch ab, entschied jedoch, die Kegelbahn zu dulden, weil es sich bei dieser um ein erhaltenswertes «Alpenkulturgut» handle, wie Bauvorsteher Matthias Senn gegenüber unserer Zeitung sagte (Ausgabe vom 28. November 2017). Daraufhin reichte Pro Natura Beschwerde beim Kantonsgericht ein. Die Organisation verlangte, dass die Anlage zurückgebaut und renaturiert wird, weil sie die geschützte Moorlandschaft auf der Krienseregg bedrohe. In der Folge vereinbarten die Betreiber des Naturfreundehauses und Pro Natura aussergerichtlich, dass die Kegelbahn bis Ende 2018 abgerissen wird - auch, weil die Betreiber den Aufwand eines Gerichtsverfahrens nicht auf sich nehmen wollten.

«Einigung ist privatrechtlicher Natur»

Wie soll es nun weitergehen? Konkret stellte Matthias Senn an der Einwohnerratssitzung einen runden Tisch mit den Beteiligten in Aussicht. Er betonte aber auch, dass die Entscheidung nicht bei der Gemeinde liege. «Die Einigung zwischen Pro Natura und den Betreibern des Naturfreundehauses ist privatrechtlicher Natur.» Der Gemeinderat könne lediglich versuchen, Pro Natura umzustimmen.

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

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