KRIENS/HORW: Entsteht ein neuer Fachmarkt im Schlund?

Beim Pilatus-Markt ist auf Krienser Gemeindeboden ein grosses Gebäude geplant. Wozu es dienen soll, ist offen. Das löst bei den Nachbarn Ängste aus.

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Eine junge Frau blickt auf das Feld, auf welchem das Gebäude geplant ist. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Eine junge Frau blickt auf das Feld, auf welchem das Gebäude geplant ist. (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Der Pilatus-Markt steht direkt an der Krienser Gemeindegrenze zu Horw. Nun könnte zwischen dem Einkaufszentrum und dem Steinibach, der die natürliche Grenze der beiden Gemeinden bildet, ein neuer Fachmarkt gebaut werden. Diese Gerüchte werden aufgrund eines Gestaltungsplans laut, der bis am 5. Februar in Kriens öffentlich aufgelegen hat. Entlang dem Steinibach kann ein Gebäude mit einer Länge von 70 Metern, einer Breite von 30 Metern und einer Höhe von 18 Metern gebaut werden. Bis zu 200 Parkplätze sollen bewilligt werden können. «Mit dem Gestaltungsplan werden die Baulinien und das Volumen bezeichnet. Wozu ein solches Gebäude genutzt wird, ist noch offen», sagt der Krienser Gemeindeammann Bruno Peter. Klar ist: Ein weiteres Einkaufszentrum ist nicht möglich, ein Fachmarkt mit einer bestimmten Anzahl Quadratmeter Verkaufsfläche könnte aber gebaut werden.

Einsprache aus Horw
Gegen den Gestaltungsplan hat nun die Gemeinde Horw Einsprache gemacht, wie Gemeinderätin Manuela Bernasconi auf Anfrage erklärt. «Wir haben den sehr offen gehaltenen Gestaltungsplan geprüft und einige Mängel festgestellt», sagt Bernasconi. Neben der unklaren Nutzung gelten die Horwer Bedenken der Verkehrssituation, der Entwässerung und der Ausnützungsziffer. Gerade die Erschliessung würde wohl auch das angrenzende Horwer Quartier rund um die Hochschule Luzern – Technik 6 Architektur betreffen. «Der Gestaltungsplan sagt viel zu wenig aus, deshalb konnten wir nicht auf eine Einsprache verzichten. Denn die Absichten betreffen Horw sehr stark», so Bernasconi. Sie verlangt, einen Fachmarkt auf 4000 Quadratmeter Verkaufsfläche zu beschränken und konkrete Gestaltungsabsichten zum Grünraum zu formulieren.

Christian Bertschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.