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KRIENS/LITTAU: 55 Millionen für Ausbau der Rängglochstrasse

Zu schmal, kein Veloweg, exponiert gegenüber Naturgefahren: Die Rängglochstrasse entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Das will der Kanton nun ändern. Wegen der hohen Kosten ist aber noch eine Volksabstimmung nötig.
Die Renggstrasse (zwischen Kriens und Blatten) soll ausgebaut werden. Auf dem Bild zu sehen ist ein Teilabschnitt der Renggstrasse. Das Bild entstand am Dienstag, 26. April 2016. (Pius Amrein / Neue LZ) Strasse, Verkehr, Auto, Fahrzeuge (Bild: Pius Amrein (Kriens, 26. April 2016))

Die Renggstrasse (zwischen Kriens und Blatten) soll ausgebaut werden. Auf dem Bild zu sehen ist ein Teilabschnitt der Renggstrasse. Das Bild entstand am Dienstag, 26. April 2016. (Pius Amrein / Neue LZ) Strasse, Verkehr, Auto, Fahrzeuge (Bild: Pius Amrein (Kriens, 26. April 2016))

9500 Fahrzeuge schlängeln sich täglich durch die Rängglochstrasse, die Kriens mit Littau und Malters verbindet. Doch die zuletzt 1957 ausgebaute Kantonsstrasse befindet sich baulich in einem schlechten Zustand. Zudem ist sie zu schmal – an den engsten Stellen sind es sechs Meter, was zu Streifkollisionen führen kann. Auch fehlt ein Veloweg und die Bedrohung durch Steinschläge sowie Erdrutsche ist hoch. Zuletzt kam es im Dezember zu Rutschungen (Ausgabe vom 16. Dezember 2017).

Nun will der Kanton die Strasse auf dem rund 2,2 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Kreuzung Hergiswaldstrasse im Obernau und dem Knoten Horüti bei Littau ausbauen. Das Projekt liegt noch bis am 26. März bei der Gemeinde Kriens und der Stadt Luzern öffentlich auf. Vorgesehen ist, die Strasse auf sieben Meter zu verbreitern und einen separaten Velo- und Fussweg zu erstellen. Der Knoten Horüti wird zu einem Kreisel umgebaut.

Weiter sind zahlreiche Kunstbauten wie Stützmauern zum Schutz vor Naturgefahren geplant. Der auffälligste Bau wird eine 160-Meter-Brücke im Bereich der heutigen Strasse neben der Schlucht sein. «Dank der Brücke kann auf aufwendige berg- und talseitige Stützbauwerke verzichtet werden», sagt Beat Hofstetter, Abteilungsleiter Planung Strassen beim Kanton. Murgänge könnten ausserdem unter der Brücke abfliessen.

Kosten deutlich höher als ursprünglich angenommen

Die Kosten betragen 55 Millionen Franken. Der Bund beteiligt sich voraussichtlich mit 1,7 Millionen Franken. Ursprünglich wurden die Investitionen im Bauprogramm auf 38 Millionen Franken geschätzt (Ausgabe vom 28. April 2016). Dieser Betrag basierte auf einer Vorstudie, so Hofstetter. «Mit der Erarbeitung des Vorprojekts und nun mit dem Bauprojekt kann die Kostengenauigkeit erhöht werden.» Die hohen Kosten seien einerseits auf die schwierigen geologischen Verhältnisse zurückzuführen. Die Strasse liegt teils im Hang sowie in der höchsten Gefahrenzone gemäss kantonaler Gefahrenkarte. Weiter sei die Ausführung der Arbeiten komplex, dies auch wegen flankierender Massnahmen während der Sperrung der Strasse.

Da das Projekt die Kostenlimite für obligatorische Referenden von 25 Millionen Franken überschreitet, ist noch eine kantonale Volksabstimmung nötig. Bei einem Ja erfolgt der Baustart frühestens 2020. 2021 und 2022 wird die Rängglochstrasse während 18 bis 20 Monaten vollständig gesperrt. «Der vorhandene Raum und die Anforderungen an die Sicherheit erlauben keine Arbeit mit grossen Maschinen bei gleichzeitigem Strassenverkehr», so Hofstetter.

Die Sperrung hat für die Achsen Kriens-Pilatusplatz, Littau-Kreuzstutz-Pilatusplatz und den Seetalplatz Mehrverkehr zur Folge. Der Kanton plant daher wie zuvor erwähnt flankierende Massnahmen. «Nicht ortsbezogener Verkehr soll prioritär über den Seetalplatz und die Autobahn abgewickelt werden», so Hofstetter. Vorgesehen sind Dosierungsstellen stadteinwärts in Littau, etwa bei der Renggstrasse im Bereich Tschuopis, der Luzernerstrasse und der Ritterstrasse.

Busspuren während der Bauzeit

Damit der ÖV nicht behindert wird, sollen auf der Luzernerstrasse (Grenzhof bis Rönnimoos) und der Ritterstrasse provisorische Busspuren entstehen. Um Platz für diese zu schaffen, will man Velostreifen aufheben, wie den Auflagedokumenten zu entnehmen ist. Velofahrer sollen stattdessen die Busspur und bei der Ritterstrasse in Gegenrichtung das Trottoir benutzen. Das Konzept orientiere sich an den Massnahmen, die auch schon während der Sanierung der Autobahn A2 für den Cityring und beim Bau des Seetalplatzes angewendet wurden, so Hofstetter.

Stefan Dähler

stefan.daehler@luzernerzeitung.ch

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