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KRIENS/LUZERN: Hochspannungsleitung wird in den Boden verlegt

Im Gebiet Eichenspes verschwinden Strommasten. Davon profitiert das Schulhaus Feldmühle. Gleiches wäre auch beim Schulhaus Rönnimoos «wünschenswert», heisst es bei der Stadt Luzern.
Die Hochspannungsleitung beim Schulhaus Feldmühle: Künftig soll sie unterirdisch verlaufen. Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 27. März 2017)

Die Hochspannungsleitung beim Schulhaus Feldmühle: Künftig soll sie unterirdisch verlaufen. Bild: Dominik Wunderli (Kriens, 27. März 2017)

Der Gemeinderat Kriens hat beschlossen, die Hochspannungsleitung im Gebiet Eichenspes in den Boden zu verlegen. Damit «soll die Gesamtsituation im Quartier verbessert werden», teilte der Gemeinderat mit. Aber auch die Gestaltungsmöglichkeiten für die geplante Überbauung Mülirain im Gebiet Eichenspes sollen so erhöht werden.

Die Gemeinde Kriens will ihr Grundstück Mülirain – zwischen der Zumhofstrasse und den Wohnhäusern an der Ehrendingerstrasse – für den Bau einer Wohnsiedlung an einen Investor verkaufen. Sieger des Studienauftrags wurde das Projekt des Luzerner Architekturbüros Bauconsilium AG. Es sieht den Bau von 32 Wohnungen vor, in einem Gebäude, das sich fast über die ganze Breite der 12000 Quadratmeter grossen Parzelle zieht.

Diskussionen um den «Gesundheitsaspekt»

Die Hochspannungsleitung soll auf einer Länge von 725 Metern von der Südstrasse bis Unterzumhof, also über das bewohnte Gebiet hinaus, unterirdisch gelegt werden. Dafür sollen auch vier Leitungsmasten abgebaut werden, sagt Marcel Schmid, Mediensprecher der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW).

In unmittelbarer Nähe der Hochspannungsleitung befindet sich das Schulhaus Feldmühle. «Wir freuen uns sehr, dass die Hochspannungsleitung nicht mehr über den dichten Wohnbereich führen wird», sagt Ines Brandenberg, Schulleiterin Feldmühle/Gabeldingen. Explizit Reklamationen habe es zwar nie gegeben: «Aber es gab ab und an Diskussionen dazu. Dabei ging es hauptsächlich um den Gesundheitsaspekt.» Inwieweit Elektrosmog schädliche Effekte wie Lernstörungen und Hyperaktivität auslösen kann, ist unter Fachleuten allerdings umstritten.

Gespräche zwischen Stadt Luzern und CKW

Die Hochspannungsleitung Eichenspes führt über den Sonnenberg weiter nach Littau/Luzern. Auch das dortige Schulhaus Rönnimoos liegt in unmittelbarer Nähe der Stromleitungen. «Uns sind bis jetzt keine Reklamationen bekannt», sagt Anja Kloth, Leiterin Baumanagement Stadt Luzern. Dennoch betont sie: «Eine Erdverlegung ist auch in diesem Gebiet wünschenswert.»

Das Ganze ist indes schon weit mehr als nur ein Wunsch: «Die Stadt befindet sich bereits im Gespräch mit der CKW», sagt Kloth. Das bestätigt CKW-Sprecher Schmid: «In den nächsten Wochen finden Gespräche statt, um gemeinsam mögliche Lösungen zu diskutieren.» Was dabei herauskomme, könne man noch nicht sagen. Schmid betont gleichzeitig: «So lange es keine konkreten Anhaltspunkte gibt, dass es bei einem Schulhaus störende Strahlung gibt, sehen wir grundsätzlich keinen Grund, intakte Freileitungen zu verkabeln und in den Boden zu legen.» Anzeichen für Störungen gebe es bei beiden Schulhäusern nicht.

Zurück zur Erdverlegung Eichenspes: Diese soll total 1,57 Millionen Franken kosten. Die Gemeinde Kriens will daran 775000 Franken zahlen. «Das ist gerechtfertigt, da dadurch die Liegenschaften im Quartier aufgewertet werden und auch das Schulhaus profitiert», sagt Gemeinderat Matthias Senn (FDP). Der Einwohnerrat berät Ende Juni über den Sonderkredit und den Bebauungsplan Mülirain.

Hugo Bischof

hugo.bischof@luzernerzeitung.ch

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