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KRIENS/LUZERN: Wenig Parkplätze für Sportfans

Bei der geplanten Saalsporthalle sollen die Parkplätze der Allmend benutzt werden. Was, wenn gleichzeitig der FCL spielt?
Auf dem Areal bei der S-Bahn-Haltestelle Mattenhof (im Bild hinter der Strasse) soll die Pilatusarena entstehen. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Auf dem Areal bei der S-Bahn-Haltestelle Mattenhof (im Bild hinter der Strasse) soll die Pilatusarena entstehen. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Raphael Gutzwiller

Im Mattenhof soll eine multifunktionale Saalsporthalle mit 4000 Sitzplätzen entstehen. Die Pilatusarena soll für Handball, Tennis, Fecht- und Kunstturnwettbewerbe, Konzerte, TV-Shows, Kongresse und Messen dienen (Ausgabe vom 19. März). Viele Parkplätze wird es für die 4000 Besucher aber nicht geben. «Möglichst alle Besucher sollen mit dem öffentlichen Verkehr anreisen», sagt Daniel Deicher, Sprecher der Eberli Sarnen AG, welche die Halle realisiert. Ziel sei, dass jene, die auf ein Auto angewiesen seien, die Parkplätze auf der Luzerner Allmend nutzen: «Die Sportanlagen befinden sich in Gehdistanz zueinander. Zudem: Für Menschen, die zu Fuss nicht so gut unterwegs sind, ist die Nähe des Bahnhofs Mattenhof ein grosser Vorteil.»

Gemäss Deicher wird es eine limitierte Anzahl von Parkplätzen im Rahmen der Gesamtüberbauung geben: «Eine konkrete Zahl zu nennen, wäre zum heutigen Zeitpunkt nicht seriös.» Zum Projekt gehört eine Wohnüberbauung mit einem bis zu 80 Meter hohen Hochhaus als Mantelnutzung. Damit soll die Arena quersubventioniert werden.

«Benutzung ist nicht zeitgleich»

Die Parkplätze auf dem Allmend-Zirkusplatz werden nur bei grösseren Veranstaltungen geöffnet, sagt Roland Koch, Verkehrsexperte der Stadt Luzern: «Das funktioniert heute sehr gut.» Man versuche zu vermeiden, dass Zirkusaufführungen und Fussballspiele gleichzeitig stattfinden. Die Koordination von Veranstaltungen in der Swissporarena (FCL-Stadion) und in der Saalsporthalle, wo künftig etwa der Handballclub Kriens-Luzern seine Heimspiele austragen soll, dürfte schwieriger werden. «Selbstverständlich wird man Grossanlässe koordinieren müssen», sagt Deicher. Klar sei: «Auf der Allmend haben Messe und Swissporarena Priorität.» Erleichtert werde die Parkplatzfrage dadurch, dass die Pilatusarena weniger als ein Viertel der Zuschauerkapazität der Swissporarena habe. Zudem sei die Benutzung «in der Regel nicht zeitgleich».

Auch der Krienser Gemeindeammann Matthias Senn (FPD) betont: «Es ist ein Unterschied, ob ein Match des Handballclubs Kriens-Luzern stattfindet, der heute rund 1000 Zuschauer anlockt, oder eine Veranstaltung, bei der 4000 Zuschauer zu erwarten sind.»

Parkplätze bei Mobimo nutzen

Wenn möglich, sollen die Pilatusarena-Besucher die Parkplätze der Überbauung Mattenhof 1 benutzen können, sagt Senn. Dort plant die Mobimo AG eine Grossüberbauung mit 300 Mietwohnungen, mehr als 20 000 Quadratmetern Bürofläche und 7000 Quadratmetern Ladenfläche sowie ein Hotel mit 155 Doppelzimmern. Auf dem Areal soll es 830 Parkplätze geben. «Gerade bei Abend- und Wochenendveranstaltungen wird es dort somit auch in unmittelbarer Nähe der Saalsporthalle Parkierungsmöglichkeiten geben», so Senn.

Das sieht auch Deicher so: «Eine optimale Bewirtschaftung in Kombination mit der Überbauung von Mobimo wird angestrebt.» Eine Zusammenarbeit kann sich Mobimo-Projektleiterin Claudia Siegle vorstellen: «Schliesslich sind unsere Parkplätze nicht 24 Stunden besetzt.» Gerade an Wochenenden und am Abend werde es freie Plätze geben.

Mehr Parkplätze bei der Pilatusarena selber wären laut Gemeindeammann Senn nicht möglich: «Dafür hat es schlicht zu wenig Platz.» Zudem: Ein zweites Untergeschoss und damit ein Parkhaus wären wegen des dortigen hohen Grundwasserspiegels zu teuer: «Es kann nicht für jede Nutzung immer ein Grossparkhaus gebaut werden.» Eine Studie ergibt für das Areal, wo die Saalsporthalle stehen soll, «0 bis 0,5 Parkplätze pro Wohnung» sowie «0 bis 0,2 Parkplätze pro Arbeitsplatz». Das betrifft das geplante Hochhaus. Wie viele Parkplätze aufgrund der Sporthalle selber entstehen dürfen, ist ungeklärt.

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