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KRIMI: Sie jagen einen Mörder quer durch Luzern

Eine neue Art von Schnitzeljagd hat die Stadt Luzern erreicht: Beim Stadt-Krimi gilt es, einen Mordfall zu lösen. Das kann ganz schön verwirrend sein.
«Ermittlerin» Julia Kneubühler verhört beim Stadt-Krimi eine Zeugin. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 17. Juni 2017))

«Ermittlerin» Julia Kneubühler verhört beim Stadt-Krimi eine Zeugin. (Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 17. Juni 2017))

Ziemlich gestresst kommt Kommissarin Lena Rohrer in gepflegter Sommerreisegarderobe mit ihrem Rollkoffer beim vereinbarten Treffpunkt vor der Kappelbrücke angebraust. Sie macht keinen Hehl aus ihrer schlechten Laune, muss doch ausgerechnet jetzt, kurz vor ihrer Abreise in die Ferien, ein Mord geschehen. Eine junge Frau wird erschossen in der Wohnung deren bester Freundin aufgefunden.

Glücklicherweise steht ihr zur Lösung des Falls ein hochkarätiges Ermittlerteam aus 15 Personen zur Verfügung. Sie nehmen am Stadt-Krimi teil, der nach Basel, Bern, Lausanne, Winterthur und Zürich nun auch in Luzern angeboten wird. Kurz erläutert Spielleiterin Lena Rohrer die Fakten, welche die Spurensicherung bekanntgab. Weiter erklärt sie, wo die Ermittler später Zeugen finden und befragen können. «Das können wertvolle Hinweise sein, aber auch Verschleierungstaktik», warnt sie. In den Akten befinden sich Kopien der bereits sichergestellten Beweise, Fotos vom Opfer und dem Tatort, und eine Kopie einer Zeugenaussage. Die Teilnehmer erhalten Ermittlerkarten und Dienstausweise. Ein Junge, der mit seiner Schwester und der Gotte auf diese Weise das Ostergeschenk erhält, ist ganz zappelig und möchte am liebsten gleich losstürmen.

Die Teilnehmer werden in mehrere Gruppen eingeteilt. Team Subito steuert nach eingehendem Aktenstudium und einigen Mutmassungen auf die erste Zeugenbefragung zu. Die verdächtige Person sitzt in der Rathausbrauerei und spielt Schach, als ob nichts wäre. Noch etwas unkoordiniert prasseln die Fragen auf ihn ein. Am Ende wissen die Ermittler aber weniger als zuvor. So geht es weiter durch die Altstadt. Hier ein QR-Code, der mittels einer App geknackt wird und wieder ein Puzzleteilchen offenlegt, dort ein Telefongespräch mit einem Zeugen, der ein Alibi eines Verdächtigen bestätigt.

Die Tatwaffe ist in einer Mauer versteckt

Komplett wird die Verwirrung, als die Ermittler in der Nähe der Villa Musegg bei einer Treppe eine Waffe finden, im Loch der Mauer versteckt. Ratlos sehen sie sich an, dann schiessen die Mutmassungen ins Kraut. Die Teilnehmer notieren die Begebenheit und möchten nun endlich die Zeugin vernehmen, die offenbar öfter im Café Heini verkehrt. Eine dringende SMS ruft aber ins Restaurant Soprano. Dort soll sich ein verdächtiger Bauunternehmer aufhalten, dem Kontakte zur Mafia nachgesagt werden. Jovial lädt er alle zu einem Drink ein. Doch mit diesem Verhalten macht er sich umso verdächtiger. Er serviert ein lupenreines Alibi – oder etwa doch nicht? Aus dem Gespräch wird nur klar, dass die dritte Zeugin nun unbedingt befragt werden muss.

Also machen sich die Ermittler wieder auf zum Café Heini. Nach der Einvernahme tauschen sich die Detektive über den möglichen Tathergang aus. Anschliessend melden sie ihre Erkenntnisse telefonisch bei der Ermittlerzentrale. «Sehr interessante These», lautet die Antwort. Ist der Fall nun gelöst? Mit gemischten Gefühlen machen sich die Ermittler auf zum Treffpunkt, dem Rosengartenplatz. Nach und nach treffen auch alle anderen Akteure ein. Die gestresste Kommissarin ist doch noch nicht in die Ferien geflogen, stattdessen applaudiert sie dem Team Al Capone, das soeben den Mörder in Handschellen vorführt.

Die Stadt-Krimis werden von der Firma The Same Productions & Films mit Sitz in Binningen BL produziert. Zirka einmal pro Monat wird Luzern zur Kulisse für die Schnitzeljagd, die drei bis vier Stunden dauert. In die Rolle von Täter und Zeugen schlüpfen dabei professionelle Schauspieler.

Sabine Tschudi

stadt@luzernerzeitung.ch

Hinweis: Weitere Infos:www.stadt-krimi.ch.Kosten pro Person: 85 Franken.

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