KRIMINALGERICHT: Amokfahrer muss nicht ins Gefängnis

2010 raste ein Mann mit dem Auto auf Türsteher los und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Am Donnerstag stand er vor Gericht.

Stefan Roschi
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Das Auto sollte als Waffe dienen. Symbolbild, gestellte Szene. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Das Auto sollte als Waffe dienen. Symbolbild, gestellte Szene. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Ein heute 29-jähriger Türke hat vor knapp drei Jahren mit dem Auto seines Bruders Luzern unsicher gemacht. Er fuhr zuerst auf zwei Türsteher des Opera Clubs, die sich mit Sprüngen retten konnten. Danach flüchtete er vor der Polizei durch die halbe Stadt – und das mit Tempo 100. Erst gezielte Schüsse auf die Hinterreifen des Autos zwangen den Mann zum Halten.

Jetzt ist der Mann vom Luzerner Kriminalgericht in einem abgekürzten Verfahren zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 21 Monaten sowie einer Geldstrafe von 350 Franken verurteilt worden. Zudem muss er eine Busse von 1500 Franken berappen. Er ist schuldig der Gefährdung des Lebens, der mehrfachen versuchten Körperverletzung sowie der Hinderung einer Amtshandlung. Zwei Jahre musste er dafür seinen Führerausweis abgeben. Inzwischen hat er diesen wieder.

Die bedingte Gefängnisstrafe ist mit einer Probezeit von vier Jahren verbunden. In dieser Zeit darf sich der Mann nichts zu Schulden kommen lassen.

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