KRIMINALGERICHT: Bedingte Freiheitsstrafe für rabiaten Rentner

Ein 74-jähriger Mann soll im Kanton Luzern aus Wut einen Radfahrer mit dem Auto verfolgt und angefahren haben. Das Kriminalgericht hat den Rentner unter anderem wegen versuchter schwerer Körperverletzung zu einer bedingten zweijährigen Freiheitsstrafe verurteilt.

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Der Rentner wollte den Biker im Juli 2011 an der Fahrt über den Rasen vor einer Waldhütte hindern. Nach einem Streit verfolgte der Rentner den Velofahrer mit dem Auto, bis der Biker mit Quetschungen und Frakturen verletzt am Boden lag.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Rentner versucht haben, den Biker zu überfahren. Sie hatte für eine zweieinhalbjährige Freiheitsstrafe unter anderem wegen versuchter Tötung plädiert.

Der Rentner hingegen hatte einen Freispruch verlangt. Gemäss seiner Version war der Radfahrer selber gestürzt und beim Unfall vor das Auto gefallen.

Neben der Freiheitsstrafe zwei Jahre auf Bewährung verurteilte das Kriminalgericht den Rentner zu einer Busse von 500 Franken. Weiter hat das Opfer Anspruch auf Entschädigung in noch unbekannter Höhe, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Urteil hervorgeht.

Gemäss Kriminalgericht machte sich der Rentner überdies strafbar, weil er im Auto unrechtmässig eine Kleinkaliberwaffe mitführte und mit dieser ohne wichtigen Grund in einem Jagdgebiet unterwegs war. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

sda