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KRIMINALGERICHT: Drogendealer und Bootsdieb zu einer Freiheitsstrafe von 3,3 Jahren verurteilt

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen Drogenhändler zu einer unbedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Verurteilte hatte während fünf Jahren mit Rauschgift einen Umsatz von 640'000 Franken gemacht und dabei einen Gewinn von 260'000 Franken erzielt. Im Rausch lenkte er ausserdem ein Motorboot und steuerte einen Roller.
Kokain: Auch diese weitverbreitete Rauschdroge wird von Basler Drogendealern geschmuggelt. (Symbolbild) (Bild: Manuela Jans)

Kokain: Auch diese weitverbreitete Rauschdroge wird von Basler Drogendealern geschmuggelt. (Symbolbild) (Bild: Manuela Jans)

Das Kriminalgericht verurteilte den Mann wegen Drogenhandels und -konsums sowie wegen Verstössen gegen das Strassenverkehrs- und Binnenschifffahrtsgesetz zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten, zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 60 Franken und zu einer Busse von 200 Franken.

Das Gericht blieb damit zwischen den Anträgen der Staatsanwaltschaft (fünf Jahre) und der Verteidigung (maximal zwei Jahre). Ein Teil des dem Beschuldigten zur Last gelegten Drogenkonsums wurde vom Gericht wegen Verjährung nicht mehr berücksichtigt. Strafmildernd bewerteten die Richter zudem die schwere Kindheit des Dealers, der sich von den Eltern im Stich gelassen fühlte und zeitweise in einem Heim lebte.

Dem Verurteilten wird neben seiner Sucht eine psychische Störung attestiert. Das Gericht ordnete eine ambulante Behandlung an, dies unter Aufschub des Vollzuges der Freiheitsstrafe. Das Urteil ist rechtskräftig.

Runden auf Rotsee gedreht

Der heute 27-jährige Schweizer hatte 2010 mit dem Drogenhandel angefangen, dies um sein bescheidenes Einkommen als Lehrling aufzubessern. Nach einem Arbeitsunfall lebte er von der Sozialhilfe und vom Drogenhandel, später vom Dealen allein. Er arbeitete als unabhängiger Dealer, der Kokain, Marihuana, Amphetamin und Partydrogen bei verschiedenen Lieferanten einkaufte, die Drogen bei sich aufbewahrte, neu portionierte und dann weiterverkaufte.

Laut Staatsanwaltschaft lagen die monatlichen Erlöse zwischen 4'000 und 6'000 Franken. Insgesamt dürfte er einen Umsatz von 640'000 Franken und einen Gewinn von 260'000 Franken erzielt haben. Zudem soll er selbst Drogen im Wert von mehreren zehntausend Franken konsumiert haben.

Unter dem Einfluss von Drogen entwendete der Dealer 2015 auf dem Rootsee ein Arbeitsmotorschiff und drehte damit ein paar Runden. Einen Ausweis zum Führen eines Bootes besass er nicht. Zudem montierte er ein gestohlenes Nummernschild an seinem Roller und fuhr, ebenfalls unter Drogeneinfluss sowie ohne Führerausweis und Versicherungsschutz, mit dem Zweirad in Luzern herum. (sda)

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