KRIMINALGERICHT: Enkeltrick-Betrügerin wird verurteilt

Nach einem missglückten Enkeltrickbetrug hat die Polizei eine mehrfache Mutter geschnappt. Diese ist geständig, aber schützt die Hintermänner.

Stefan Roschi
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Die Betrügerin muss ins Gefängnis (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Die Betrügerin muss ins Gefängnis (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Das Luzerner Kriminalgericht hat eine 26-jährige Polin wegen versuchten Betrugs zu einer neunmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Die Frau muss die Strafe absitzen, da sie in Deutschland bereits wegen ähnlichen Fällen vorbestraft ist.

Die vierfache Mutter war im März an einem Enkeltrickbetrug in der Stadt Luzern beteiligt. Damals versuchten Hintermänner einer älteren Dame mittels Telefonanrufen 180 000 Franken abzuknöpfen. Diese wurde jedoch misstrauisch und verständigte die Polizei, die daraufhin eine fiktive Geldübergabe arrangierte. Die polnische Frau, die das Geld hätte abholen sollen, wurde danach verhaftet.

Angst vor Racheakten

Die Beschuldigte ist in allen Punkten geständig. Allerdings gibt sie an, von den Hintermännern massiv unter Druck gesetzt worden zu sein. Diese hätten gedroht, ihrem Kind Gewalt anzutun, falls sie die Aufträge nicht erledige. Aus Angst vor Racheakten hat die Frau den Strafbehörden denn auch keine Details zu den Personen im Hintergrund genannt.

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