KRIMINALGERICHT: «Er gilt als der Schrecken von Luzern»

Ein berüchtigter Schläger soll für sechs Jahre ins Gefängnis. Falls er nicht therapierbar ist, droht ihm die Verwahrung.

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Verteidiger Valentin Landmann über seinen Mandanten: «Er, der als ?Schrecken von Luzern? gilt, ist nun keine wandelnde Zeitbombe mehr.» (Bild zVg)

Verteidiger Valentin Landmann über seinen Mandanten: «Er, der als ?Schrecken von Luzern? gilt, ist nun keine wandelnde Zeitbombe mehr.» (Bild zVg)

Baseballmütze, blasser Teint, gesenkter Blick: Hans B.*, 38, aus Kriens und als brutaler Schläger gefürchtet, wirkt gebrochen, als er an diesem Freitagmorgen vor den Richtern des Luzerner Kriminalgerichts sitzt.

Der Staatsanwalt fordert eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Zusätzlich müsse der Angeklagte eine stationäre Therapie in einer geschlossenen Anstalt machen. Sollte diese erfolglos sein, müsse eine Verwahrung geprüft werden. Verteidiger Valentin Landmann rückt den Anabolika-Konsum seines Mandanten ins Zentrum. Diese Medikamente hätten B. psychisch stark abhängig und aggressiv gemacht. Er beantragt eine zweijährige Freiheitsstrafe, falls der Angeklagte wegen dem Vorwurf der schweren Körperverletzung freigesprochen wird. Falls nicht, solle er für viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Eine Therapie sei nicht zwingend. Das Urteil wird den Parteien schriftlich zugestellt.

Luca Wolf

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* Name der Redaktion bekannt

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung.