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KRIMINALGERICHT: Luzerner Hotelier wegen Urkundenfälschung verurteilt

Der Leiter des Jailhotels in Luzern muss eine Geldstrafe zahlen. Der Mazedonier bestreitet die Vorwürfe und geht in Berufung.
Eingang vor dem Kriminalgericht in Luzern. (Bild Pius Amrein)

Eingang vor dem Kriminalgericht in Luzern. (Bild Pius Amrein)

std. Ein 43-jähriger Mazedonier ist vom Luzerner Kantonsgericht zu einer Geldstrafe von 7350 Franken verurteilt worden. Zudem muss er die Verfahrenskosten von 5650 Franken übernehmen. Das geht aus dem gestern veröffentlichten Urteil hervor. Der Mann wurde der mehrfachen Urkundenfälschung, der Erschleichung einer falschen Beurkundung sowie wegen unwahrer Angaben über kaufmännische Gewerbe schuldig gesprochen. Ankläger war die Staatsanwaltschaft Luzern.

«Eher leichtes» Verschulden

Der Beschuldigte hat sich in der Stadt Luzern als Betreiber des Jailhotels einen Namen gemacht. Zwischenzeitlich führte er auch das Hotel Himmelrich und den Club Froschkönig in Kriens.

Das Verschulden des Mazedoniers sei «eher als leicht» einzustufen, heisst es im Urteil. Er sei im Zusammenhang mit der Gründung der Globo Event AG sowie der Lucerne Hotel Group AG dafür verantwortlich, dass diese über kein Gründungskapital verfügt hätten. Zudem habe er weitere Personen in «seine kriminellen Machenschaften einbezogen». Allerdings sei kein einziger Gläubiger zu Schaden gekommen. Ebenfalls mildernd beurteilt wird der Umstand, dass beide Gesellschaften auch gemäss ihrem vorgesehenen Zweck – dem Betreiben von Hotels – aktiv geworden seien.

Kapital wieder abgezogen

Die beiden Firmen sind im Zeitraum zwischen 2010 und 2011 gegründet worden. Die Globo Event AG ist die Betreiberfirma des Jailhotels, die Lucerne Hotel Group wurde für die Führung des Hotels Himmelrich gegründet. Beide wiesen zu Beginn das erforderliche Mindesteinstiegskapital von 100 000 Franken aus. Nach der Publikation im Handelsblatt sei der Grossteil des Geldes jedoch an eine Drittfirma, die Everest Management AG mit Sitz in Hergiswil, überwiesen worden. Diese habe zuvor den beiden Gesellschaften das Geld auch vorgeschossen. Auf dem Konto der neu gegründeten Firmen seien danach jeweils bloss 500 Franken für Bankspesen verblieben.

Der Beschuldigte stritt ab, den Auftrag zur Gründung der beiden Betreibergesellschaften Globo Event AG und Lucerne Hotel Group gegeben zu haben. Er habe damit nicht viel zu tun gehabt, Details seien ihm nicht bekannt gewesen. Aus einem 2011 vom Beschuldigten unterzeichneten Treuhandvertrag gehe allerdings hervor, dass dieser als Auftraggeber fungiert habe. Er argumentierte, dass er den Vertrag unterzeichnet habe, ohne dessen Inhalt genau gelesen zu haben. Das Kriminalgericht beurteilte diese Begründung jedoch als «nicht nachvollziehbar».

«Kriminelle Energie»

Der Mazedonier ist bereits mehrfach vorbestraft – wenn auch aufgrund weniger schwerwiegender Taten. Diese «Fülle» zeuge von einer «nicht zu unterschätzenden kriminellen Energie», heisst es im Urteil weiter. Auch wegen der Vorstrafen sei die Geldstrafe unbedingt zu vollziehen. Im Verlauf des Verfahrens habe er weder Reue noch Einsicht gezeigt.

Der Anwalt des Beschuldigten plädierte auf Freispruch. Dieser plant, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.

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