KRIMINALGERICHT: Luzerner kassiert für Hanf-Anbau 15 Monate bedingt

Ein 39-jähriger Mann hat in einem Untergeschoss Hanf angebaut. Die hohe Stromrechnung hat ihn verraten.

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Eine Hanfpflanze. (Bild: PD)

Eine Hanfpflanze. (Bild: PD)

Ein Handwerker hat in einem Untergeschoss in Luzern eine Indoor-Hanf-Anlage betrieben. In zwei Jahren hat der 39-jährige Schweizer rund acht Kilogramm Marihuana angebaut und verkauft. Dabei hat er einen Umsatz von 55 000 Franken gemacht.

Gestern musste er sich vor dem Luzerner Kriminalgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten bei einer Probezeit von drei Jahren. Die Verhandlung wurde im abgekürzten Verfahren durchgeführt, was bedeutet, dass alle Parteien dem Antrag der Staatsanwaltschaft zustimmten.

Weil Verdacht bestand, dass in einem Gebäude an der Langensandstrasse eine Hanf-Anlage betrieben wird, hat die Polizei bei der ewl eine Datenerhebung angeordnet. Aus dieser ging hervor, dass der Stromverbrauch ungewöhnlich hoch war. Die Polizei hat daraufhin den Mieter festgenommen.

Roger Rüegger