Kriminalgericht verurteilt 27-jährigen Luzerner: Vier Jahre Gefängnis für 4,4 Kilo Kokain

Der junge Mann aus der Region hat zwischen Sommer 2015 und Anfang 2018 im Drogengeschäft mitgemischt. Dabei spielten Montenegro und Amsterdam eine wichtige Rolle.

Evelyne Fischer
Drucken
Teilen

Trotz schwerer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz wäre der junge Mann aus der Region eigentlich mit einem blauen Auge davon gekommen: bedingte zweijährige Freiheitsstrafe, Probezeit fünf Jahre. Doch noch bevor die entsprechende Anklage beim Gericht eingereicht worden war, wurde der Luzerner rückfällig.

Nun hat das Kriminalgericht eine Gefängnisstrafe von vier Jahren verhängt. Angerechnet werden dem heute 27-Jährigen 531 Tage, die er bereits abgesessen hat.

Haupteinkommen stammt aus dem Drogenhandel

Vor den Richtern zu verantworten hatte sich der vorbestrafte eingebürgerte Serbe wegen insgesamt 4,4 Kilogramm Kokain. Unter anderem vermittelte er einer Drittperson ab Juli 2015 Kontakte zu montenegrinischen Drogenhändlern und verkaufte selber 1,2 Kilo Rauschgift, womit er einen Gewinn von 18'000 Franken erzielte. Im jetzt rechtskräftigen Urteil heisst es dazu:

«Der Beschuldigte übte zumindest seinen eigenen Drogenhandel von August 2016 bis November 2017 nach der Art eines Berufs aus.» 

Anfang 2018 wollte der Luzerner ein Kilo Kokain von Amsterdam in die Schweiz transportieren. Doch dazu kam es nicht: Am Zoll in Kreuzlingen klickten die Handschellen.

Aktuell befindet sich der Beschuldigte in der Strafanstalt Bostadel in Menzingen. Zusätzlich zur Gefängnisstrafe hat er die Verfahrenskosten (knapp 6600 Franken) zu übernehmen und muss eine Geldstrafe (900 Franken) und Busse (200 Franken) bezahlen. Aufgrund von sichergestelltem Bargeld sind diese Beträge schon fast gedeckt.