KRIMINALGERICHT: Zwei Jahre bedingt für Luzerner Brandstifter

Ein 54-jähriger Disponent ist vom Luzerner Kriminalgericht zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren verurteilt worden. Der vierfache Vater zündete im Oktober 2015 sein Haus in einer Landgemeinde an.

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Der Besitzer zündete das Haus am 8. Oktober 2015 in einer Kurzschlussreaktion an. (Bild: PD)

Der Besitzer zündete das Haus am 8. Oktober 2015 in einer Kurzschlussreaktion an. (Bild: PD)

Die Tat beging er, nachdem er sich unter Alkoholeinfluss mit seiner Partnerin gestritten hatte. Das Feuer legte er in der angebauten Scheune (Artikel vom 22. März). Bei der Verhandlung sagte er: «Als ich das Feuer sah, kam ich wieder zu Verstand.» Er versuchte, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Als dieser leer war, glaubte der Mann, das Feuer sei gelöscht. Irrtum: Beim Brand entstand Sachschaden von 410 000 Franken.

Neben Brandstiftung verurteilten ihn die Richter laut dem gestern veröffentlichten Urteil für eine Reihe weiterer Taten. Unter anderen für Tätlichkeiten, Drohungen, diverse Verkehrsdelikte oder Verunreinigung von Trinkwasser. Neben der Freiheitsstrafe wurde er zu einer bedingten Geldstrafe von 29 700 Franken, bei einer Probezeit von zwei Jahren, verurteilt. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von 3,5 Jahren. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

rgr

Das abgebrannte Haus in einer Luzerner Landgemeinde. (Bild: PD)

Das abgebrannte Haus in einer Luzerner Landgemeinde. (Bild: PD)