KRIMINALGERICHT: Zweieinhalb Jahre Haft wegen Nötigung

Ein 52-jähriger Luzerner ist wegen mehrfacher sexueller Nötigung eines 16-jährigen Bekannten zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt worden – 8 Monate davon unbedingt.

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Der Mann füllte gemäss Anklageschrift den Knaben über Monate hinweg «fast jeden Abend» mit Wodka ab und masturbierte gemeinsam mit ihm unter Cannabiseinfluss. Der Mann soll dem Jugendlichen eine Genugtuung von insgesamt 10'000 Franken zahlen.

Teilweise freigesprochen
Vom Vorwurf der sexuellen Handlung und Schändung des jüngeren behinderten Bruders des Opfers wurde der Luzerner freigesprochen. Eine Begründung des Urteils liegt derzeit nicht vor. Vor Gericht im Dezember verlangte der Angeklagte, der im Gastgewerbe arbeitet, einen Freispruch. Er sagte zu den Vorwürfen der Jugendlichen: «Der Familie geht es vor allem ums Geld. Ich kann mir nichts anderes vorstellen.»

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ob der Anwalt den Schuldspruch akzeptiert oder ans Obergericht weiterzieht, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen. Der Staatsanwalt sagte auf Anfrage, er warte ab, was der Verteidiger mache.

tos.