KRIMINALGERICHT: Zweifelhafte Premiere für Luzerner Raser

Seit diesem Jahr gelten in der Schweiz schärfere Rasergesetze. Am Dienstag stand der erste «offizielle» Luzerner Raser vor Gericht.

Alexander von Däniken
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In dieser 30er-Zone in der Steinhofstrasse in Luzern war der Raser mit 80km/h unterwegs. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

In dieser 30er-Zone in der Steinhofstrasse in Luzern war der Raser mit 80km/h unterwegs. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Seit dem 1. Januar 2013 ist das Wort «Raser» gesetzlich klar definiert – und wer unter diesen Begriff fällt, wird hart angepackt. Ein 30-jähriger Mann aus Kriens hat die zweifelhafte Ehre, der erste offizielle «Raser» im Kanton Luzern zu sein. Er war am 11. März dieses Jahres auf einer Probefahrt in Luzern unterwegs – mit einem stark motorisierten Geländewagen. Um 14.12 Uhr wurde er an der Steinhofstrasse geblitzt. Statt der erlaubten 30 km/h war er – abzüglich 5 km/h Toleranz – mit 80 km/h unterwegs. Damit erfüllt er die neuen Raserkriterien des Bundes. Denn die neue Regelung gilt, sobald jemand in einer 30er-Zone mit mindestens 70 km/h unterwegs ist.

Strafe: 15 Monate bedingt

Der Mann ist geständig und zeigte sich gegenüber den Behörden kooperativ. Darum entschied sich die Staatsanwaltschaft für ein abgekürztes Verfahren ohne Beweismittelführung. Sie beantragte eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten bedingt während einer Probezeit von drei Jahren sowie eine Busse von 1000 Franken. Der Einzelrichter des Kriminalgerichts folgte nach der halbstündigen Verhandlung dem Antrag und verurteilte den Raser. Dieser musste den Führerausweis bereits abgeben. Er erhält diesen frühestens in zwei Jahren wieder zurück. Zum Vergleich: Vor einem Jahr wäre der Mann für das gleiche Delikt mit mindestens 30 Tagessätzen bestraft worden, also wesentlich milder.

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