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KRIMINALITÄT: Abwerbung einer Belegschaft: Vier Luzerner IT-Chefs verurteilt

Vier ehemalige Geschäftsleitungsmitglieder eines Luzerner IT-Unternehmens sind vom Kriminalgericht wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung zu hohen bedingten Geldstrafen verurteilt worden.
Der ehemalige Sitz von Comparex Schweiz in Sursee. (Bild Pius Amrein)

Der ehemalige Sitz von Comparex Schweiz in Sursee. (Bild Pius Amrein)

Drei der vier Männer erhielten eine bedingte Geldstrafe von 300 Tagessätzen, der vierte wurde mit 280 Tagessätzen bestraft. Die Tagessätze sind mit 160 Franken bis 290 Franken dotiert, so dass die Geldstrafen zwischen 48'000 Franken und 81'200 Franken liegen.

Die Probezeit beträgt zwei Jahre. Dazu kommen Bussen von mehreren tausend Franken. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Das Kriminalgericht hatte die Verdikte bereits im Oktober 2016 gefällt, doch wurden die jeweils rund hundert Seiten starken Urteilsbegründungen erst am Donnerstag publiziert.

Das Kriminalgericht bestrafte die vier 48 bis 61 Jahre alten mutmasslichen Wirtschaftskriminellen deutlich strenger, als dies die Staatsanwaltschaft vorgesehen hatte. Diese hatte in ihren Strafbefehlen Geldstrafen von 150 und 180 Tagessätze ausgesprochen.

Die vier Beschuldigten waren Geschäftsleitungsmitglieder der einstigen Comparex Schweiz AG. Es sei ihr gemeinsames Ziel gewesen, die Mitarbeiter und Kunden der Comparex zu einem Wechsel zu Bison Schweiz AG zu bewegen, heisst es in den Urteilen. Sie hätten gewusst, dass ihrem Unternehmen dabei ein hoher Schaden entstehen würde. Sie hätten mit Wissen und Willen agiert.

Im Oktober 2016 waren ein einstiger Geschäftsführer der Comparex und der Bison vom Kriminalgericht zu teilbedingten Freiheitsstrafen von 28 Monaten verurteilt worden. Diese Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

2012 wurde Comparex Schweiz geschlossen. Die Muttergesellschaft machte zunächst einen Millionenschaden geltend, einigte sich aber schliesslich mit Bison und zog ihre Klagen zurück. (sda)

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