Kriminalstatistik: Schärli gibt dem Druck nach

Die Luzerner Polizei muss ihre Praxis ändern. Künftig wird sie mitteilen, aus welchen Nationen Straftäter stammen, sagt Justizdirektorin Yvonne Schärli.

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Regierungsrätin Yvonne Schärli ändert die Praxis der Polizei. (Bild: Archiv Philipp Schmidli/Neue LZ)

Regierungsrätin Yvonne Schärli ändert die Praxis der Polizei. (Bild: Archiv Philipp Schmidli/Neue LZ)

«Ich verlange, dass die Polizei kommuniziert, aus welchem Land Straftäter stammen.» Diese Forderung formulierte CVP-Fraktionschef Bruno Schmid am Samstag. Am Dienstagabend hat Justiz- und Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli eingelenkt und Schmids Forderung erfüllt. «Wir werden die vom Bund gelieferten Daten künftig öffentlich zugänglich machen.»

Grund für Schmids Aussage ist die Tatsache, dass die Luzerner Polizei in ihrer jährlich erscheinenden Kriminalstatistik nicht alle vorhandenen Daten veröffentlicht, beispielsweise die Staatszugehörigkeit von Straftätern. Der Bund und die Kantone Zürich, Bern und Basel-Stadt tun dies jedoch schon heute. Schärli will prüfen, ob die künftig im Kanton Luzern vollkommen offengelegten Daten noch mit Kommentaren angereichert werden sollen. Anregen will sie auch eine einheitliche Praxis unter den Zentralschweizer Kantonen.

Nur SP gegen Offenlegung

Die gleiche Forderung wie Schmid stellten letzte Woche auch die Fraktionschefs von SVP, FDP und Grünliberalen. Selbst die Grünen befürworteten eine Offenlegung der Daten. Lediglich die SP – die Partei der zuständigen Justiz- und Sicherheitsdirektorin Yvonne Schärli – bezeichnete die bisherige, vereinfachte Statistik als legitim.

Lukas Nussbaumer

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