Kriminaltouristen
Gewerbsmässige Einbrecher werden zu mehrjährigen Gefängnisstrafen verurteilt

Innerhalb von 14 Tagen haben zwei Georgier im Januar 2019 in der Region Luzern mehrere Einbruchdiebstähle verübt. Das Kriminalgericht verurteilte die Männer zu Freiheitsstrafen von 38 und 48 Monaten. Einer wird wohl bereits im März entlassen.

Roger Rüegger
Merken
Drucken
Teilen

Zwei Georgier sind im Januar 2019 in Luzern und Kriens in mehrere Wohnungen in eingestiegen. Dabei haben sie gemäss Anklage Gegenstände und Bargeld im Wert von 88'000 Franken gestohlen. Das Luzerner Kriminalgericht verurteilte die Männer unter anderem wegen gewerbs- und teilweise bandenmässigen Diebstahls, Sachbeschädigung und rechtswidriger Einreise zu mehrjährigen Freiheitsstrafen.

Bei den Beschuldigten handelt es sich laut der Luzerner Staatsanwaltschaft um Kriminaltouristen im Alter von 25 und 31 Jahren. Bei den Untersuchungen wie auch an der Verhandlung am Kriminalgericht vom 19. Januar 2021 gab der Jüngere sämtliche ihm vorgeworfenen Delikte zu. Er hat in mindesten elf Wohnungen, alle in Mehrfamilienhäusern, Einbruchdiebstähle verübt.

Er behauptete, mit einer Ausnahme, stets allein gehandelt zu haben. Der Mann ist nicht vorbestraft. Im Gegensatz zu seinem Landsmann, der bereits in Italien, Deutschland und auch in der Schweiz Einbrüche verübt hatte und vorbestraft ist. Von ihm wurden an mehreren Tatorten Hinweise gefunden, die auf seine Anwesenheit hindeuteten. Dennoch bestritt er, bei den Einbrüchen im Januar 2019 beteiligt gewesen zu sein.

Das Kriminalgericht verurteilt den älteren zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren. Der 25-Jährige wird zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 2 Monaten verurteilt.

Beiden Beschuldigten werden 717 bereits im Gefängnis abgesessene Tage angerechnet. Der Jüngere dürfte seine Freiheitsstrafe bald verbüsst haben. Seine bedingte Entlassung ist nach zwei Dritteln der Strafe mit grosser Wahrscheinlichkeit zu erwarten, heisst es im Urteil, das jetzt im Dispositiv vorliegt. Voraussichtlich wird er am 14. März zuhanden des Amtes für Migration des Kantons Luzern aus dem vorzeitigen Strafvollzug entlassen.