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Hotelfachschule hat für fünf Millionen Franken ihre Infrastruktur aufgepeppt: Küche ist nun doppelt so gross

Die Schweizer Hotelfachschule Luzern hat knapp fünf Millionen Franken investiert. Ein Wegzug rückt in weite Ferne.
Sandra Monika Ziegler
Die Erstsemester sind für die Küche zuständig. (Bild: Nadia Schärli, Luzern 6. September 2019)

Die Erstsemester sind für die Küche zuständig. (Bild: Nadia Schärli, Luzern 6. September 2019)

Die Schweizerische Hotelfachschule Luzern (SHL) an der Adligenswilerstrasse platzt schon lange aus allen Nähten. Auf alle Semester verteilt sind es über 600 Studierende pro Jahr, davon schliessen jährlich über 120 Studierende mit einem eidgenössischen Diplom ab.

Wegen der Platznot wollte die SHL einen Neubau realisieren. Dies anstelle ihres Wohnhauses an der Haldenstrasse. Dafür hatten sie ein Baugesuch eingereicht. Doch dieses Bauvorhaben bleibt sistiert bis die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) über die Bühne gegangen ist. Die Revision wird voraussichtlich noch bis mindestens 2021 dauern.

Mit der Sistierung blieben die Engpässe

Um die Platznot abfedern zu können, hat die Schule nun in den Sommermonaten den Hauptsitz umgebaut. Rund fünf Millionen Franken hat die SHL für die Erneuerung ausgegeben. «Damit sind wir im Budget und unabhängig vom Ausgang der geplanten BZO-Revision», sagte Schuldirektorin Christa Augsburger.

Christa Augsburger und Urs Masshardt im Restaurant Pepper. (Bild: Nadia Schärli, Luzern 6. September 2019)

Christa Augsburger und Urs Masshardt im Restaurant Pepper. (Bild: Nadia Schärli, Luzern 6. September 2019)

Sie und Stiftungsratspräsident Urs Masshardt führten auf einem Rundgang durch die erneuerten Räumlichkeiten. Die Stiftung ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung und Führung der Schule. Urs Masshardt sagte gleich zu Beginn voller Freude: «Das ist ein riesiger Befreiungsschlag und nimmt den Druck, der durch die Sistierung des Neubaus auf uns lastete. Mit dem Umbau konnten wir die Klassenbestände vergrössern.» Das war auch ein Ziel der SHL, denn um ihr Angebot aufrecht zu erhalten, musste die Schule die Kapazitäten erhöhen.

Am letzten Montag haben nun 48 Schülerinnen und Schüler ihr erstes Semester am Hauptsitz der Hotelfachschule begonnen. Im Vorjahr waren es noch 36 Studienanfänger. Die Erstsemester sind für die Küche verantwortlich. Bei unserem Besuch wird in den neuen Restaurants Salt und Pepper durch die Studierenden des zweiten Semesters eingedeckt. Am hinteren Ende, wo einst das Weingestell stand, ist nun der Blick frei in die neue grosszügige Küche. Sie ist doppelt so gross wie vorher. In der Küche arbeiten die Schülerinnen und Schüler des ersten Semesters.

Die Erstsemester sind für die Küche verantwortlich. (Bild: Nadia Schärli, Luzern 6. September 2019)

Die Erstsemester sind für die Küche verantwortlich. (Bild: Nadia Schärli, Luzern 6. September 2019)

Das Interesse an einem solchen Studiengang ist bei Frauen wie Männern etwa gleich gross, wie Augsburger sagte. Die Klassen seien meist zur Hälfte mit Frauen besetzt. Dort wo einst die Lehrerzimmer waren, entstand ein zweites Restaurant, es trägt den Namen Salt. Auch hier wird eingedeckt. Bekocht und bedient werden hier die übrigen Schülerinnen und Schüler – das bedeutet rund 200 Mittagessen täglich.

Öffentlich ist das Restaurant nicht. «Einmal pro Monat können die Studierenden auswärtige, sei es die Eltern oder sonst Verwandte, einladen», erklärt Augsburger. Ein Angebot, das übrigens rege genutzt werde. Die Schweizerische Hotelfachschule Luzern betreibt noch eine Dependance – sie wird intern City Campus genannt – und befindet sich im Annex des Hotel Schweizerhofs an der Hertensteinstrasse.

Wohnhaus wurde sanft saniert

Dort hat die SHL im obersten Stock rund 631 Quadratmeter für die nächsten fünf Jahre von der Migros als Schulräume dazu gemietet. Hier finden die Kurse ohne Restauration statt. Zu Mittag wird dann am Hauptsitz gegessen. Über den Mietpreis, den die Hotelfachschule an den Vermieter bezahlt, ist Stillschweigen vereinbart worden.

Ebenfalls renoviert wurden in den vergangenen Monaten die knapp 80 Studios im Wohnhaus an der Haldenstrasse. Dieses wollten sie wie erwähnt eigentlich abreissen. Das Gebäude diente ursprünglich dem gegenüberliegenden Hotel Palace als Personalhaus.

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