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Künftiger Centermanager: «Ich war letztes Jahr oft in der Mall»

Er kennt den Detailhandel aus dem Eff-eff und will es mit 60 noch einmal wissen: Peter Triner sagt, warum er für den Job als Manager der Mall of Switzerland die richtige Person ist – und wo er privat am liebsten einkauft.
Interview: Roman Hodel
Ab 1. Januar 2019 ist Peter Triner neuer Centermanager der Mall. (Bild: PD)

Ab 1. Januar 2019 ist Peter Triner neuer Centermanager der Mall. (Bild: PD)

Peter Triner, als die Mall of Switzerland Ende November verkündete, dass Sie der neue Centermanager werden, hiess es, Sie würden erst im Januar etwas sagen – nun kann man ja doch mit Ihnen reden...

Bis Ende Jahr ist Jan Wengeler Direktor der Mall of Switzerland und fungiert weiterhin als Ansprechperson für alle Belange rund um die Mall. Bis ich mich eingearbeitet habe und seine Funktion übernehme, möchte ich mich noch nicht zur Mall äussern. Aber selbstverständlich beantworte ich gerne Fragen zu meiner Person.

Laut Ihrem Arbeitgeber gelten Sie als «renommierter» Retail-Experte, haben aber noch nie ein Einkaufszentrum geleitet – wie kommen Sie überhaupt zu diesem Job?

Seit über 25 Jahren bin ich im Detailhandel tätig und habe in meiner beruflichen Karriere unter anderem auch führende Management-Positionen bei namhaften Unternehmen wie etwa beim Dessous-Hersteller Triumph bekleidet. In Verbindung mit meinen fundierten Marketing- und Vertriebskenntnissen stiess meine Bewerbung bei der Mall auf grosses Interesse.

Hatten Sie denn beruflich schon direkt mit Einkaufszentren zu tun?

Ich habe bei Triumph selbst Shops in Einkaufszentren eröffnet und kann deshalb die Perspektive der Mieter gut verstehen. Darüber hinaus bin ich ja nicht alleine, sondern habe ein kompetentes Team sowie die Firma LSGI im Rücken, die langjährige Erfahrung im Centermanagement vorzuweisen hat.

Sie arbeiteten zuletzt als Key Account Manager Schweiz beim Ladenbauer Umdasch. Die österreichische Firma hat in der Schweiz fast alle Stellen abgebaut oder ins Ausland verlegt. Haben Sie sich deshalb nach einer neuen Stelle umsehen müssen?

Nein, meine Stelle war davon nicht betroffen. Ich suchte nach einer neuen beruflichen Herausforderung.

Waren Sie der einzige Bewerber bei der Mall?

Details zum Bewerbungsverfahren und Mitbewerbern liegen mir keine vor.

Noch-Centermanager Jan Wengeler sagt, er sei vom Zeitpunkt des Wechsels überrascht worden. Das klingt, als wäre dieser hinter seinem Rücken eingefädelt worden.

Der aktuelle Führungswechsel ergab sich im Zuge einer systematischen Analyse des ersten Jahres durch das Centermanagement und den Asset Manager. Nachdem die Verschlankung der Organisationsstruktur beschlossen wurde, entschied sich Jan Wengeler für einen weiteren Schritt in seinem beruflichen Werdegang.

Als Centermanager erwartet Sie eine schwierige Aufgabe. Es gab vermutlich noch nie einen schlechteren Zeitpunkt zur Etablierung eines neuen Einkaufszentrums als jetzt.

Die aktuelle Entwicklung ist es, welche die Herausforderung für mich so spannend macht. Das Konzept der Mall ist eine Antwort auf die heutige Situation des Detailhandels und das angespannte Marktumfeld. Es verbindet Einkaufen, Gastronomie, Freizeitvergnügen und neuerdings auch medizinische Nahversorgung.

Gibt es auch Leute in Ihrem Umfeld, die finden, warum tut er sich das mit 60 Jahren noch an?

Ganz im Gegenteil – die Reaktionen aus meinem Umfeld sind sehr positiv. Ich habe mich sehr gefreut, dass sich auch viele Personen bei mir gemeldet haben, die ich schon Jahre nicht mehr gehört habe. Zudem sind Kreativität und Erfolg keine Frage des Alters. Meine breite Berufs- und Führungserfahrung sind gewinnbringende Assets, die für die Mall of Switzerland von Vorteil sind.

Die Mall liegt mit Blick auf Ihren Wohnort in der Region Mutschellen (Aargau) nicht gerade um die Ecke – wo shoppen Sie persönlich am liebsten?

Am liebsten kaufe ich in einzelnen Geschäften in der Stadt ein oder besuche ein Einkaufszentrum. Aufgrund meiner Verbindung zur Zentralschweiz – ich bin in Schwyz aufgewachsen – war ich letztes Jahr oft in der Mall of Switzerland.

Hinweis: Peter Triner (60) ist offiziell ab 1. Januar Centermanager der Mall of Switzerland. Er löst Jan Wengeler (40) ab, der nur ein Jahr nach der Eröffnung gekündigt hat.

Mall-Betreiberin war ursprünglich Investor

Mit dem Engagement von Peter Triner werden das Center- und Asset-Management der Mall of Switzerland neu von derselben Firma getätigt: LSGI (Suisse) mit Sitz in Genf. Das ist insofern bemerkenswert, als dass LSGI beim ursprünglichen Mall-Projekt «Ebisquare» als Investor aufgetreten war. Doch 2009 zog sich die Firma, die in Europa schon damals Dutzende grosse Einkaufszentren besass und betrieb, aus unbekannten Gründen zurück. Offenbar soll die Finanzkrise ausschlaggebend gewesen sein. Zu diesem Zeitpunkt war das 500-Millionen-Franken-Projekt eigentlich durchgeplant und reif für die Baueingabe, inklusive Freizeitbad.

Was bis jetzt nicht bekannt war: Noch vor der Eröffnung der Mall im November 2017 stieg LSGI wieder ein. Aber nur als Asset Manager, also Investorenvertreter – nicht als Investor selber. Letzteres ist bekanntlich ein Staatsfonds aus Abu Dhabi. Von der bisherigen Centermanagerin, der Firma CBRE, trennt man sich. (hor)

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