KÜNSTLER: Joseph Beuret ist mit 82 Jahren verstorben

Am Sonntag starb im Alterszentrum Staffelnhof der Reussbühler Kunstmaler Joseph Beuret. Er hinterlässt ein reichhaltiges Oeuvre.

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Joseph Beuret im Jahr 2007 vor einem Selbstporträt. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Joseph Beuret im Jahr 2007 vor einem Selbstporträt. (Bild Eveline Bachmann/Neue LZ)

Nach einem kurzen Spitalaufenthalt lebte Joseph Beuret zusammen mit seiner Frau Claire im Alterszentrum Staffelnhof, wo er am Sonntagvormittag verstarb, wie es in einer Mitteilung an die Redaktion heisst. Hauptberuflich bis 1991 als Dekorationsgestalter tätig, bildete sich Beuret an der Kunstgewerbeschule in Luzern (heute Hochschule für Kunst und Design) und an der Akademie der bildenden Künste in Wien aus. Studienreisen führten ihn in verschiedene europäische Länder.

Überregionale Ausstrahlung
Verschiedene Auftragswerke machten Beuret bekannt, wie es weiter heisst. So etwa das Wandbild «Sonnengesang» im Schulhaus Rönnimoos, Littau, die Gestaltung der Hauskapelle der Schwestern von der Heiligen Familie in Reussbühl mit Entwürfen zu zwei Wandteppichen, die Gestaltung des Wandteppichs «Agatha» im Feuerwehrzentrum des Kantons Luzern in Reussbühl oder «Die grosse Lichtgeburt», Kreuzwegbilder in der katholischen Kirche Reussbühl. Er schuf die Glascollagen für die Kapelle des Pfarreiheims Gerliswil, den Kreuzwegzyklus in der katholischen Kirche von Neuendorf (SO) und das Altarbild in der Kirche St. Klemens in Ebikon. Seine Arbeiten waren in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen, mehrmals auch in seiner Wohngemeinde.

Die Littauer Kulturkommission organisierte zu seinem 80. Geburtstag eine grosse Retrospektive und ein Jahr später verlieh ihm Hermann Beyeler im Rahmen einer Ausstellung im KKZ den privaten Kunstpreis. Sein Leben und seine Arbeiten sind im Werkbuch «Joseph Beuret, Retrospektive 1941 bis 2007» dokumentiert.

scd


Joseph Beuret in seinem Atelier im April 2005. (Bild Esther Michel/Neue LZ)