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Küssnachter alt Bezirksammann Michael Fuchs kandidiert als Ständerat

Die Schwyzer Sozialdemokraten wollen mit dem 45-jährigen Ex-Bezirksammann Michael Fuchs einen Sitz im Ständerat erobern. Der Platz für einen zweiten Namen auf der SP-Liste ist offen.
Jürg Auf der Maur
Freute sich in Rothenthurm über die Nomination: SP-Ständeratskandidat Michael Fuchs (links), der von SP-Präsident Andreas Marty Gratulationen entgegennimmt. (Bild: Jürg Auf der Maur)

Freute sich in Rothenthurm über die Nomination: SP-Ständeratskandidat Michael Fuchs (links), der von SP-Präsident Andreas Marty Gratulationen entgegennimmt. (Bild: Jürg Auf der Maur)

Jetzt kommt es bei den Wahlen im Herbst zu einem echten Schlagabtausch. Alle vier grossen Parteien wollen einen Sitz im Ständerat und haben deshalb eigene Kandidaten nominiert. Die bürgerlichen Kaspar Michel (FDP) und Othmar Reichmuth (CVP) wollen die SVP-Doppelbelegung mit dem Bisherigen Alex Kuprecht und dem neu antretenden Pirmin Schwander ebenso bekämpfen wie die SP. Diese hat an der Parteiversammlung einstimmig den ehemaligen Küssnachter Bezirksammann Michael Fuchs nominiert.

Der heute 45-jährige Sozialdemokrat wurde 2006 in den Küssnachter Bezirksrat gewählt und liess sich 2014 zum Bezirksammann ausrufen. «Er nimmt das Heft gerne selbst in die Hand», lobte der Küssnachter SP-Kantonsrat Alex Keller. Und SP-Präsident Andreas Marty bezeichnete die Kandidatur als Ständerat als «logischen Schritt». «Wir haben lieber einen schlauen Fuchs in Bern als einen lauen Föhn», hiess es zudem. «Die Wählerinnen und Wähler im Kanton Schwyz sollen eine echte Auswahl haben», begründete Fuchs unter anderem seine Kandidatur. Er kandidiere, damit Schwyz in Bern über eine ausgeglichene politische Vertretung verfüge. Er wolle eine Politik für alle betreiben, nicht nur für wenige.

Angriff von links auf Bürgerliche

Zuvor hatte Parteipräsident Andreas Marty klargemacht, dass es oberstes Ziel der Linken sein müsse, die rechtsbürgerliche Mehrheit zu beenden. «FDP und SVP verfügen mit ihren 101 Sitzen über eine knappe Mehrheit», erinnerte die aus Bern angereiste SP-Wahlkämpferin Nadine Masshardt. Für die Berner Nationalrätin war die jetzt zu Ende gehende Legislatur eine «verlorene». Fuchs, der im Umweltbereich arbeitet, will sich in Bern für die Klimawende einsetzen. Beruflich habe er viel mit Umweltdaten zu tun. «Seit 15 Jahren schreibe ich in meinen Berichten immer wieder, es sei ein aussergewöhnlich warmes Jahr gewesen.» Man könne für die Wende mehr tun, als die bürgerliche Mehrheit vorgaukle. Fuchs: «Das gibt sogar Arbeitsplätze.»

Die SP verzichtet auf eine Doppelkandidatur. Der zweite Platz auf der SP-Liste ist im Moment noch frei. Die Parteiführung erhielt jedoch grünes Licht, allenfalls einen Kandidaten aus einer anderen Partei auf die SP-Liste zu setzen.

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