Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Küssnachter Statthalter Oliver Ebert kontert Kritik: «Das Seeufer in Merlischachen wird frei gehalten»

Diverse Anwohner befürchten, dass in Merlischachen durch die vorgesehenen Umzonungen das letzte Stück öffentlicher Seezugang privatisiert wird. Dem widerspricht nun Statthalter Oliver Ebert.
Niels Jost

Verliert Merlischachen die letzten Meter an öffentlichen Seezugang? Dies befürchten Anwohner wegen der anstehenden Teilrevision der Nutzungsplanung des Bezirks Küssnacht, über welche am 10. Februar an der Urne abgestimmt wird. Entsprechend kritisiert wurden an der Bezirksgemeinde von Montagabend die vorgesehenen Umzonungen nahe des Campingplatzes an der Kantonsgrenze zu Luzern (wir berichteten).

Der zuständige Bezirksrat und Statthalter Oliver Ebert weist die Kritik zurück. Dem FDP-Politiker zufolge wird Merlischachen auch künftig ein öffentlich zugängliches Ufer haben.

Statthalter Oliver Ebert.

Statthalter Oliver Ebert.

Oliver Ebert, werden Sie auf die geplanten Umzonungen in Merlischachen verzichten?

Nein, das ist vom gesetzlich verlangten Verfahren her nicht mehr möglich. Die Teilrevision der Nutzungsplanung wurde am Montag an die Urne überwiesen. Die Abstimmung findet am 10. Februar statt. Dies konnte nur erfolgen, weil für die Teilrevision das Mitwirkungsverfahren und zwei öffentliche Auflagen bereits stattgefunden haben.

Gegen die Umzonung wurden diverse Einsprachen erhoben. Könnten diese noch etwas ändern?

Acht Schutzorganisationen, einschliesslich der Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee, haben gegen die Umzonung in Merlischachen eine Einsprache erhoben. Diese Einsprache wurde vom Bezirksrat rechtskräftig abgewiesen.

Laut dem Landschaftsschutzverband Vierwaldstättersee ist eine Umzonung aber gar nicht rechtens, da See- und Flussufer für öffentliche Zwecke frei gehalten werden müssen.

Im Einspracheentscheid des Bezirksrates wurde festgehalten, dass die Umzonung der Einzelparzelle von der «Kurzone Unterbärgiswil» in die sogenannte «Wohnzone WL» rechtskonform sei. Ohne eine Umzonung wäre die erwähnte Parzelle weder für eine gewerbliche Nutzung (privatrechtliches Gewerbeverbot) noch für Wohnnutzungen (Zonenvorschrift der Kurzone) überbaubar.

Was heisst das für das Seeufer in Merlischachen?

Für die Wohnzone WL gilt ein Seeuferabstand von 20 Metern gemäss kantonalem Planungs- und Baugesetz. Damit wird das Seeufer frei gehalten. Mit dem Grundeigentümer wurde zudem vereinbart, dass ein uneingeschränktes Fusswegrecht, von der Kantonsstrasse zum See entlang der Parzellengrenze, und das Benützungsrecht für einen Aufenthalts- und Erholungsplatz am See eingeräumt wird. Zum bisherigen Zustand würde der Seezugang also erleichtert.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.