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KULTUR: Die Schüür: 25 Jahre zwischen Kommerz und alternativer Kunst

Die Schüür gibt es diesen Herbst seit 25 Jahren – Grund für eine grosse Party. Das Konzerthaus hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Und die Zukunft scheint rosig.
Kilian Küttel
In der Schüür sind schon zahlreiche bekannte Musiker aufgetreten – wie hier Jan Delay im Jahr 2006. (Bild: Luzerner Zeitung)

In der Schüür sind schon zahlreiche bekannte Musiker aufgetreten – wie hier Jan Delay im Jahr 2006. (Bild: Luzerner Zeitung)

Es war der 15. Oktober 1992, als der erste Ton aus den Boxen in der Schüür erschallte. Und dies, obwohl das Konzerthaus noch gar nicht offen war: «Die Anlage wurde damals eingebaut und musste ja irgendwie getestet werden. Dafür wurde ein inoffizielles Konzert am Tag vor dem Er­öffnungswochenende durchgeführt», sagt der Geschäftsleiter der Schüür, Marco Liembd.

Der Eröffnungstag jährt sich diesen Oktober zum 25. Mal. Grund genug für die Verantwortlichen, das Jubiläum mit einer grossen Party zu würdigen. Doch das Fest dauert nicht nur einen Abend, sondern vom 23. September bis zum 31. Oktober. Kern der Feierlichkeiten sind die Veranstaltungen vom 13. bis 17. Oktober (siehe Kasten). Liembd gibt die Devise für die grosse Party heraus: «Wenn wir feiern, wird es lang und laut.»

Radiohead, Jan Delay und Nina Hagen

Die Geschichte der Schüür ist bemerkenswert: Auf Druck der Luzerner Musikszene wurde 1988 beschlossen, der alternativen Kultur mehr Raum zu gewähren. Dies als Ausgleich zum späteren Bau des KKL am Europaplatz. Daraufhin entstand das Konzerthaus in der ehemaligen Styger-Scheune.

Die Schüür hat seither das Ziel, ein breites Publikum anzusprechen. Oder, wie Liembd es sagt: «Wir möchten mit unseren Veranstaltungen jeden Luzerner mindestens zweimal pro Jahr direkt ansprechen. Das Ziel ist es, dass er mindestens einmal auch zu uns kommt.» Dabei sei es wichtig, der alternativen Kunst, aber auch der kommerziellen, internationalen Musik genügend Platz einzuräumen. «Wir wollen diesen Spagat schaffen», so Liembd. Dass immer wieder viel beachtete internationale Musiker nach Luzern gekommen sind, zeigt ein Blick in die alten Konzertprogramme. In der Schüür sind schon Radiohead, Fettes Brot, Jan Delay, die Sugar Hill Gang oder Nina Hagen aufgetreten. Liembd: «Was die Künstler betrifft, sind diese sicher einige Highlights der letzten Jahre. Die Liste liesse sich aber noch lange weiterführen.»

Das ist Vergangenheit. Wie sieht die Zukunft der Schüür aus? Die Trägerorganisation des Konzerthauses ist ein gemeinnütziger Verein. Die Schüür erhält keine Subventionen, hat also auch ­keinen Leistungsauftrag. Das Grundstück gehört der Stadt Luzern, es gilt als Reserve für den Südzubringer. Das Gebäude können die Betreiber in Gebrauchsleihe verwenden. Auf Ende Jahr läuft der Leihvertrag aus. Laut Liembd sind die Verhandlungen mit der Stadt im Gang: «Wir können noch nichts Konkretes sagen, aber die Zeichen, die wir erhalten haben, stimmen uns mehr als nur positiv.»

Kilian Küttel

kilian.kuettel@luzernerzeitung.ch

Über 25 Konzerte zum Jubiläum

Die grosse Feier zum 25. Geburtstag der Schüür startet am Freitag, 13. Oktober. An diesem Abend wird die Metal-Band Katakalysm aus Kanada auftreten. Am Samstag folgt der erste Höhepunkt: «Ashley Slater, der Gründer und Mastermind der legendären Freakpower, gastiert eine Woche in Luzern, um mit hiesigen Musikerinnen und Musikern ein ganzes Freakpower-Set einzustudieren», schreibt die Schüür. Freakpower war eine englische Band, die verschiedene Musikgenres mischte. Am Montag darauf folgt der nächste Hochkaräter: die Schweizer Band Züri West. Den Abschluss machen dann Jolly & the Flytrap aus Engelberg. Insgesamt finden zwischen 23. September und 31. Oktober über 25 Konzertabende mit Bezug zum Jubiläum statt. (kük)

Hinweis: Der Vorverkauf startet am Freitag, 21. Juli, um 10 Uhr auf www.schuur.ch.

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