KULTUR: Kanton anerkennt Festival und Verkehrshaus

Stadt und Kanton Luzern sollen inskünftig das Lucerne Festival und das Verkehrshaus der Schweiz gemeinsam subventionieren. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsparlament, die beiden Institutionen in den Zweckverband grosse Kulturbetriebe aufzunehmen.

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Imposant: Die Autohalle im Verkehrshaus. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Imposant: Die Autohalle im Verkehrshaus. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Lucerne Festival und das Verkehrshaus seien unbestritten grosse, in der Stadt Luzern gelegene Kulturbetriebe des Kantons, schreibt der Regierungsrat in seiner am Montag publizierten Botschaft an das Parlament. Sie sollen deshalb auch als grosse Kulturbetriebe des Kantons über den Zweckverband mitfinanziert werden.

Bislang gehörten dem Zweckverband das Luzerner Theater, das Luzerner Sinfonieorchester und das Kunstmuseum Luzern an. Im Zweckverband übernimmt der Kanton 70 Prozent der Subventionen, 30 Prozent trägt die Stadt.

Mehrkosten von 1,48 Millionen Franken

Ferner soll das Kulturförderungsgesetz um die «selektive Produktionsförderung» ergänzt werden. Demnach sollen sich Kulturschaffende auf eine Ausschreibung hin mit einem Projekt bewerben können. Erfüllt ein Projekt die vorgegebenen Kriterien, kann sich der Kanton an der Realisation beteiligen.

Heute fördert der Kanton Luzern Kulturprojekte auf Gesuch hin und über Wettbewerbe. Der Kanton will sich nun aus der Kulturförderung auf Gesuch hin zurückziehen und diese Aufgabe den Gemeinden überlassen. Neu engagiert er sich im Gegenzug in der selektiven Produktionsförderung.

Der Regierungsrat rechnet damit, dass die Gesetzesanpassungen zu Mehrkosten von 1,48 Millionen Franken pro Jahr führen. Diese sollen mit Mitteln aus dem Lotteriefonds gedeckt werden. Die Erfolgsrechnung des Kantons werde nicht belastet, heisst es in der Botschaft. (sda)

Musiker am Lucerne Festival zu Ostern bei einem Gedenkkonzert für Claudio Abbado. (Bild: PD/ Georg Anderhub / Lucerne Festival)

Musiker am Lucerne Festival zu Ostern bei einem Gedenkkonzert für Claudio Abbado. (Bild: PD/ Georg Anderhub / Lucerne Festival)